Extreme Arbeitsplätze

Mit dem Hubschrauber zum Job: Arbeiten auf der Bohrinsel

Nichts für Menschen mit Höhenangst: Wer auf einer Bohrinsel arbeiten will, sollte schwindelfrei sein. Hier die Ölplattformen Cassia A und B vor Trinidad und Tobago. Foto: BP Images/Marc Morrison
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Nichts für Menschen mit Höhenangst: Wer auf einer Bohrinsel arbeiten will, sollte schwindelfrei sein. Hier die Ölplattformen Cassia A und B vor Trinidad und Tobago.
Leben und Arbeiten auf kleinstem Raum: Auf einer Bohrinsel gibt es kaum Privatsphäre. Im Bild die Thunder Horse Ölplattform im Golf von Mexiko. Foto: BP Images/ Marc Morrison
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Leben und Arbeiten auf kleinstem Raum: Auf einer Bohrinsel gibt es kaum Privatsphäre. Im Bild die Thunder Horse Ölplattform im Golf von Mexiko.
Allison Strong ist beim Mineralölkonzern BP als Offshore-Ingenieurin angestellt. Sie kontrolliert die Plattformen in der Nordsee auf ihre Sicherheit. Foto: BP Images
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Allison Strong ist beim Mineralölkonzern BP als Offshore-Ingenieurin angestellt. Sie kontrolliert die Plattformen in der Nordsee auf ihre Sicherheit.
Risikoreich: Die Arbeit auf einer Bohrinsel ist anstrengend und gefährlich. Foto: BP Images/Rocky Kneten
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Risikoreich: Die Arbeit auf einer Bohrinsel ist anstrengend und gefährlich.
Die Arbeit mitten auf dem Meer ist eine Herausforderung. Das nächste Krankenhaus ist im Ernstfall viele Kilometer entfernt. Hier die Valhall Plattform in der Nordsee. Foto: BP Images/Kjetil Alsvik
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Die Arbeit mitten auf dem Meer ist eine Herausforderung. Das nächste Krankenhaus ist im Ernstfall viele Kilometer entfernt. Hier die Valhall Plattform in der Nordsee.
Auf Bohrinseln sind nicht nur Ingenieure oder Chemiker gefragt. Es braucht auch Fachleute, die sich - wie hier - um die Hubschrauberlandeplätze kümmern. Foto: BP Images
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Auf Bohrinseln sind nicht nur Ingenieure oder Chemiker gefragt. Es braucht auch Fachleute, die sich - wie hier - um die Hubschrauberlandeplätze kümmern.

Das Arbeiten auf einer Öl- oder Gasplattform ist eine Herausforderung - nicht nur körperlich. Doch wer bereit ist, unter extremen Bedingungen zu arbeiten, kann gut verdienen.

An Allison Strongs Arbeitsplatz weht fast immer starker Wind. Die 43-jährige Chemikerin und Offshore-Ingenieurin ist beim Mineralölkonzern BP angestellt. Jeweils drei bis vier Tage pro Woche verbringt sie auf Bohrinseln in der Nordsee. Gemeinsam mit dem Team kontrolliert sie, ob die Plattformen sicher sind. "Wir arbeiten in einer Hochrisikoindustrie, das darf man nicht vergessen", sagt sie.

Erdöl- oder Gasplattform stehen nicht nur zum Beispiel auf russischem oder norwegischem Hoheitsgebiet. Auch Deutschland verfügt am Rand des Nationalparks Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer über ein Ölfeld namens Mittelplate.

Breites Spektrum von Berufen auf den Bohrinseln

"BP beschäftigt nur 40 Prozent der Leute, die dort arbeiten", sagt David Conway, BPs stellvertretender Personalchef für die Nordsee. Darüber hinaus gibt es die Angestellten von Dienstleistungsunternehmen, die sich etwa um das Kochen kümmern.

Große Konzerne wie Shell, BP oder Statoil sind aber vor allem an gut qualifizierten Fachkräften interessiert. "Die Anforderungen für das Arbeiten auf einer Ölplattform sind hoch", sagt Erich Meyer von der Arbeitsagentur Emden-Leer an der Nordsee. Gesucht sind junge, belastbare Fachkräfte. Wichtig sei, sehr gutes Englisch zu sprechen sowie schwindelfrei und körperlich fit zu sein.

Es sei schon eine Herausforderung, überhaupt auf die Plattform zu kommen, die teilweise 100 oder 200 Kilometer vom Festland entfernt sind, erzählt Strong. Sie und ihre Kollegen werden mit Helikoptern zu ihrem Arbeitsplatz geflogen. Damit sind sie stark abhängig vom Wetter. Das Arbeiten auf der Bohrinsel wird gut bezahlt. Laut Conway von BP liegt das Einstiegsgehalt für Fachkräfte bei rund 64 000 Euro.

Privatsphäre gibt es auf den Bohrinseln kaum

Nach ihrer zwölf Stunden langen Schicht schläft Strong in einem kleinen Raum, den sie sich normalerweise mit einer anderen Person teilt.

Der 30-jährige Phil Leaney hat schon auf mehreren dieser Plattformen gearbeitet und ist bei einem Dienstleistungsunternehmen beschäftigt. Er ist ein sogenannter "Mud Engineer" und bestimmt die Zusammensetzung der Flüssigkeiten, die bei Bohrungen durch das Bohrloch gepumpt werden. "Die Zwölf-Stunden-Schichten sind zwar anstrengend, aber ich mag die Verantwortung", sagt er.

Wie kommt man an einen Job auf einer Bohrinsel?

"Wir stellen eine Menge Leute mit langjähriger Berufserfahrung in der Öl- und Gasindustrie ein", sagt Conway. BP sei regelmäßig auf der Suche nach Fachkräften im technischen Bereich, wie Elektrotechnikern oder Mechanikern. Das Unternehmen bietet außerdem spezielle Trainingsprogramme für Hochschulabsolventen an, die etwa Ingenieurwissenschaften oder Chemie studiert haben.

Leaney genießt das Arbeiten mit internationalen Kollegen. Wenn er nach mehreren Wochen die Plattform wieder verlässt, sei es ohne die Kollegen zu Hause erst einmal ungewohnt.

dpa/tmn

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