Bei Lücken nicht lügen

Lebenslauf: Größere Lücken ehrlich erklären

Längere Arbeitsunterbrechungen sollte man im Lebenslauf ehrlich erklären - aber mit einem positiven Blick darauf. Foto: Monique Wüstenhagen
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Längere Arbeitsunterbrechungen sollte man im Lebenslauf ehrlich erklären - aber mit einem positiven Blick darauf.

Häufige Jobwechsel, vorzeitige Kündigungen, ein Neustart ganz woanders: Nicht jeder Karriereweg verläuft gradlinig. Entsprechend erklärungsbedürftig ist mancher Lebenslauf. Dabei dürfen Bewerber zwar ruhig geschickt formulieren - lügen sollten sie aber nicht.

Hamburg - Kündigung im März, neuer Job im November: Wer im Lebenslauf eine Lücke von über sechs Monaten hat, sollte sie in der Bewerbung erklären. Bei manchen Arbeitgebern ist das schon bei kürzeren Unterbrechungen zwischen zwei Stellen sinnvoll, rät die Karriereberaterin Svenja Hofert.

"In einer sehr konservativen Branche will man vielleicht auch schon für zwei Monate eine Erklärung," so Hofert. Die Erläuterung der Lücke sollte in der Regel direkt im Lebenslauf stehen. Im Anschreiben kommt sie möglicherweise zu spät, so die Expertin: "Das lesen die Personaler meistens erst, wenn der Lebenslauf passt." Die Erklärung der Lücke sollte dann möglichst ehrlich sein, schließlich müssen sich Bewerber im Ernstfall auch Fragen dazu stellen können. Eine längere Stellensuche fälschlicherweise zur "Weltreise" zu erklären, ist keine gute Idee.

Allerdings sollte die Erklärung der Lücke auch nicht so formuliert sein, dass sie die Jobchancen schmälert. "Bei Krankheiten sollte also zum Beispiel möglichst dabeistehen, dass man wieder voll rehabilitiert ist", rät Hofert. "Wichtig ist, da einen positiven Ausblick zu vermitteln." Ansonsten würden solche Umstände eher für Ängste oder Bedenken bei dem potenziellen Arbeitgeber sorgen.

Deshalb hat die Offenheit auch ihre Grenzen. "Je länger eine Erwerbslosigkeit dauert, desto geringer sind die Chancen auf Einladung, das ist leider einfach so", sagt Hofert. Sie empfiehlt daher, das Wort Arbeitslosigkeit möglichst nicht in den Lebenslauf zu schreiben. Stattdessen sollten Bewerber knapp auf andere Dinge wie Weiterbildungsmaßnahmen verweisen, die sie in der Zeit gemacht haben.

dpa/tmn

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