Kündigungsschutz für Schwangere auch in der Probezeit

Berlin - Wenn eine Frau einen neuen Job antritt und während der vertraglich festgeschriebenen Probezeit schwanger wird, so schützt sie das Gesetz vor einer Kündigung. So ist die Rechtslage.

“Während der Schwangerschaft greift der Mutterschutz, auch wenn die Arbeitnehmerin noch in der Probephase ist“, erklärte Katrin Haußmann, Fachanwältin für Arbeitsrecht in Stuttgart, dem dpa-Themendienst. Kündigungen durch den Arbeitgeber seien während der Schwangerschaft bis zum Ablauf von vier Monaten nach der Entbindung generell unwirksam. Die Probezeit - die in der Regel drei bis sechs Monate dauert - kann durch eine Schwangerschaft also faktisch verkürzt werden.

Somit kann Arbeitnehmerinnen, die schwanger geworden sind, nicht mehr ohne Grund gekündigt werden. “Der eigentliche Erprobungszweck der Probezeit fällt damit weg“, sagt Haußmann. Das Mutterschutzgesetz gilt für alle Arbeitnehmerinnen - auch für Auszubildende oder geringfügig Beschäftigte. Frauen haben allerdings die Pflicht, ihren Arbeitgeber über eine festgestellte Schwangerschaft zu informieren - und zwar möglichst unverzüglich.

dpa

Autostudien mit nachwachsenden Rohstoffen

Autostudien mit nachwachsenden Rohstoffen

Honey als Känguru, Kakerlakenregen und viele Tränen: Tag elf im Dschungelcamp

Honey als Känguru, Kakerlakenregen und viele Tränen: Tag elf im Dschungelcamp

Drei Hundewelpen aus verschüttetem Berghotel geborgen

Drei Hundewelpen aus verschüttetem Berghotel geborgen

Die Staatskarossen der US-Präsidenten

Die Staatskarossen der US-Präsidenten

Meistgelesene Artikel

Wo arbeiten die zufriedensten Mitarbeiter Deutschlands?

Wo arbeiten die zufriedensten Mitarbeiter Deutschlands?

Lieber Englisch: Stirbt die deutsche Sprache in Konzernen aus?

Lieber Englisch: Stirbt die deutsche Sprache in Konzernen aus?

Bei Verletzung von Datenschutz-Vorschriften droht Kündigung

Bei Verletzung von Datenschutz-Vorschriften droht Kündigung

Freizustellende Betriebsräte: Leiharbeiter zählen mit

Freizustellende Betriebsräte: Leiharbeiter zählen mit

Kommentare