Studie

Kündigung: Die 12 häufigsten Gründe, warum Mitarbeiter ihren Job wechseln

Mitarbeiter kündigen ihren Job aus den unterschiedlichsten Gründen – der Chef ist oft ausschlaggebend.
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Mitarbeiter kündigen ihren Job aus den unterschiedlichsten Gründen – der Chef ist oft ausschlaggebend.

Wenn Mitarbeiter ihren Job kündigen, suchen die wenigsten eine „neue Herausforderung“. Der Hauptgrund liegt bei den Unternehmen selbst – speziell an den Vorgesetzten.

Niemand kündigt ohne Grund seine Arbeitsstelle – insbesondere dann nicht, wenn Jobs Mangelware sind. Über den wahren Kündigungsgrund sprechen jedoch nur die wenigsten offen mit ihrem Unternehmen. Woran das liegt? Wahrscheinlich, weil meist der Arbeitgeber selbst der Grund für den Jobwechsel* ist, wie eine Umfrage zeigt.

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Tabelle: Die häufigsten Kündigungsgründe für Arbeitnehmer

Rund 45 Prozent der Arbeitnehmer haben schon einmal gekündigt, weil ihr Chef ihnen zu wenig Wertschätzung entgegengebracht hat. Das zeigt eine Umfrage von Compensation Partner und Gehalt.de aus dem Jahr 2019. Tatsächlich war dies der häufigste Grund unter 1.092 befragten Personen, der zu einer Kündigung geführt hat – dicht gefolgt von einem zu niedrigem Gehalt (40,5 Prozent). Weitere 32 Prozent bemängelten fehlende Aufstiegsmöglichkeiten im Unternehmen und 21 Prozent beklagten eine Überlastung durch psychischen Druck.

  1. Zu wenig Wertschätzung durch den Chef: 45,0%
  2. Zu niedriges Einkommen: 40,5%
  3. Besseres Angebot von anderem Arbeitgeber: 38,4%
  4. Keine Aufstiegsmöglichkeiten: 32,5%
  5. Überlastung durch zu viel psychischen Druck: 20,6%
  6. Unterforderung und Langeweile: 19,4%
  7. Überlastung durch Überstunden: 12,8%
  8. Familiäre Gründe: 11,6%
  9. Dem Unternehmen droht die Pleite: 11,0%
  10. Sonstiges: 11,0%
  11. Gesundheitliche Probleme: 4,4%
  12. Zu wenig Urlaub: 2,5%

Gute Mitarbeiter im Unternehmen halten

Gerade in Zeiten des Fachkräftemangels sollten Unternehmen sich hier deshalb an der eigenen Nase fassen, wenn sie gute Arbeitskräfte im Unternehmen halten wollen. Wie das geht, verraten die Umfrageteilnehmer selbst: Eine offene und ehrliche Kommunikation spielt hier für die Mitarbeiter die wichtigste Rolle (57 Prozent). 56 Prozent der befragten Arbeitnehmer nennen attraktive Leistungsanreize und Aufstiegsmöglichkeiten als wichtige Beweggründe, um im Unternehmen zu bleiben. Zu diesen zählen neben dem Einkommen auch regelmäßige Gehaltserhöhungen sowie Beförderungen, heißt es laut der Umfrage.

Durch Gehälter im marktüblichen Bereich können sich Betriebe im Wettbewerb um ausgebildete Fach- und Führungskräfte durchsetzen und Fluktuation reduzieren, rät Compensation Partner. Aber auch flexible Arbeitszeiten, Home-Office und Weiterbildungsmöglichkeiten sind durchaus beliebt bei Arbeitnehmern. Übrigens: Diese Zeichen verraten schon Monate vorher, dass Mitarbeiter kündigen.(as) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Mehr zum Thema: Top Arbeitgeber 2021: Die 25 besten Unternehmen Deutschlands.

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Kündigung des Arbeitsvertrags: Die wichtigsten Fakten, die jeder kennen sollte

Bei einer Kündigung des Arbeitsvertrags gibt es viele rechtliche Fallstricke zu beachten - egal ob sie vom Arbeitgeber oder Arbeitnehmer aus erfolgt.
Bei einer Kündigung des Arbeitsvertrags gibt es viele rechtliche Fallstricke zu beachten - egal ob sie vom Arbeitgeber oder Arbeitnehmer aus erfolgt. © Patrick Pleul / dpa
Ein Arbeitsvertrag muss immer schriftlich gekündigt werden, und zwar mit einer Original-Unterschrift und dem vollen Namen. E-Mail, Textnachricht oder Fax reichen hier nicht aus.
Ein Arbeitsvertrag muss immer schriftlich gekündigt werden, und zwar mit einer Original-Unterschrift und dem vollen Namen. E-Mail, Textnachricht oder Fax reichen hier nicht aus. © Jan-Philipp Strobel / dpa
Wie lange die Kündigungsfrist dauert, können Arbeitnehmer ihrem Arbeitsvertrag entnehmen. Laut Gesetz beträgt sie jedoch mindestens vier Wochen. Während der Probezeit gilt eine kürzere Kündigungsfrist von zwei Wochen. Die Kündigungsfrist für den Arbeitgeber verlängert sich je nach Dauer der Betriebszugehörigkeit des Mitarbeiters.
Wie lange die Kündigungsfrist dauert, können Arbeitnehmer ihrem Arbeitsvertrag entnehmen. Laut Gesetz beträgt sie jedoch mindestens vier Wochen. Während der Probezeit gilt eine kürzere Kündigungsfrist von zwei Wochen. Die Kündigungsfrist für den Arbeitgeber verlängert sich je nach Dauer der Betriebszugehörigkeit des Mitarbeiters. © Patrick Pleul / dpa
Wer kündigen will, sollte seine Kündigung dem Chef oder der Personalabteilung persönlich übergeben oder per Post verschicken - am besten per Einschreiben.
Wer kündigen will, sollte seine Kündigung dem Chef oder der Personalabteilung persönlich übergeben oder per Post verschicken - am besten per Einschreiben. © Monika Skolimowska / ZB / dpa
Kann ich eine Kündigung auch zurückziehen? Ja, aber nur wenn sie der Vorgesetzte noch nicht gelesen hat. Dann müssen Sie die Kündigung schriftlich widerrufen
Kann ich eine Kündigung auch zurückziehen? Ja, aber nur wenn sie der Vorgesetzte noch nicht gelesen hat. Dann müssen Sie die Kündigung schriftlich widerrufen. © Patrick Pleul / dpa
Der Kündigung durch den Arbeitgeber muss in der Regel eine Abmahnung vorausgehen. Drei Abmahnungen, wie oft angenommen wird, sind dafür nicht nötig.
Der Kündigung durch den Arbeitgeber muss in der Regel eine Abmahnung vorausgehen. Drei Abmahnungen, wie oft angenommen wird, sind dafür nicht nötig. © Robert Schlesinger / dpa Zentralbild / dpa
Bei Kündigungen unterscheidet man zwischen einer ordentlichen und einer außerordentlichen bzw. fristlosen Kündigung. Eine ordentliche Kündigung erfolgt mit einer Kündigungsfrist. Die Gründe können vielschichtig sein - von betriebsbedingten Gründen bis hin zu Arbeitsverweigerung oder Alkoholkonsum am Arbeitsplatz.
Bei Kündigungen unterscheidet man zwischen einer ordentlichen und einer außerordentlichen bzw. fristlosen Kündigung. Eine ordentliche Kündigung erfolgt mit einer Kündigungsfrist. Die Gründe können vielschichtig sein - von betriebsbedingten Gründen bis hin zu Arbeitsverweigerung oder Alkoholkonsum am Arbeitsplatz. © Tobias Hase/ dpa
Wer den Arbeitgeber bestiehlt oder andere "erhebliche" Pflichtverstöße begeht, muss mit einer fristlosen Kündigung rechnen.
Wer den Arbeitgeber bestiehlt oder andere "erhebliche" Pflichtverstöße begeht, muss mit einer fristlosen Kündigung rechnen. © Jens Büttner / dpa
Wer eine Kündigung in seinem Briefkasten vorfindet, der sollte sofort einen Anwalt einschalten. Nicht selten sind Kündigungen, etwa auf Grund von Formfehlern, unwirksam.
Wer eine Kündigung in seinem Briefkasten vorfindet, der sollte sofort einen Anwalt einschalten. Nicht selten sind Kündigungen, etwa auf Grund von Formfehlern, unwirksam. © Jens Kalaene / dpa
Egal ob die Kündigung rechtswirksam ist oder nicht: Melden Sie sich im Falle einer Kündigung schnellstmöglich bei der Agentur für Arbeit. Sonst droht eine Sperrzeit für das Arbeitslosengeld und es können Lücken im Versicherungsschutz entstehen.
Egal ob die Kündigung rechtswirksam ist oder nicht: Melden Sie sich im Falle einer Kündigung schnellstmöglich bei der Agentur für Arbeit. Sonst droht eine Sperrzeit für das Arbeitslosengeld und es können Lücken im Versicherungsschutz entstehen. © Jens Kalaene / ZB / dpa

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