Was Karrierecoach rät

Jetzt oder nie? - Karriereschritt in den Dreißigern ist kein Muss

Das Alter ist bei einer Karriere gar nicht so entscheidend. Foto: Wolfgang Kumm
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Das Alter ist bei einer Karriere gar nicht so entscheidend. Foto: Wolfgang Kumm

Hamburg - Kann man eigentlich mit 40 Jahren im Job noch aufsteigen? Oder muss man bereits in jungen Jahren den ersten Schritt auf der Karriereleiter nehmen? Karrierecoach Svenja Hofert rät, sich wegen des Alters nicht verrückt zu machen.

Wer bis Ende 30 keine Karriere gemacht hat, macht auch keine mehr. Diesen Satz hört man immer wieder. Doch mancher bemüht sich zunächst ganz bewusst nicht darum, in der Firma aufzusteigen. Denn es stehen erst einmal andere Sachen wie die Familiengründung an.

Die Hoffnung: Karriere kann man noch mit 40 machen. Dieser Gedanke sei auch richtig, sagt Karriereberaterin Svenja Hofert aus Hamburg. Die Arbeitswelt ändere sich rasant, die Möglichkeiten, später noch aufzusteigen, nehmen zu. Sie empfiehlt, in so einer Situation genau zu überlegen: Was ist mir im Moment wichtig? Und kann eine Chance möglicherweise auch wiederkommen?

Es gebe nur ganz wenige Top-Positionen, bei denen es so viele Schritte auf der Karriereleiter gibt, dass Mitarbeiter früh anfangen müssen, sie zu nehmen. "Das ist nicht der Durchschnitt", sagt Hofert. Doch wie weiß man, ob man eine Chance ausschlagen kann und das endgültig ist, oder sich doch nicht noch eine zweite, ähnliche Möglichkeit ergibt?

Gut ist, Profile von Mitarbeitern aus seinem Bereich in beruflichen sozialen Netzwerken wie Xing und LinkedIn anzuschauen, rät Hofert. Welche Wege sind die gegangen? Wo landet jemand mit so einem Profil wie ich? Das kann einen Anhaltspunkte dabei geben, ob man eine Chance wahrnehmen muss.

Eine andere Möglichkeit ist, Bekannte zu fragen, die im eigenen Bereich tätig sind. Wie schätzen sie es ein, wenn man in den Dreißigern eine Chance ausschlägt, die vielleicht nicht wieder kommt? Ebenfalls eine Option kann sein, Headhunter zu befragen. Hofert rät auf dazu, auf jeden Fall immer mehrere Personen zu befragen, um kein Zerrbild zu erhalten.

dpa

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