Unerträgliche Temperaturen

Bekommen Bauarbeiter eigentlich hitzefrei?

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Bei Temperaturen über 30 Grad wird es im Sommer unerträglich auf der Baustelle. Doch gibt es für Bauarbeiter hitzefrei?

Während die meisten Angestellten den Sommer im klimatisierten Büro verbringen, braten Bauarbeiter in der prallen Sonne. Doch gibt es auf der Baustelle eigentlich hitzefrei?

Bauarbeiter sind im Sommer großer Hitze ausgesetzt. Bei Temperaturen über 30 Grad müssen sie schwere Lasten tragen, das Dach decken oder schwere Geräte bedienen. Doch bei Hitze drohen schnell Kreislaufkollaps, Sonnenstich oder auch Übelkeit. Doch müssen Arbeiter auf der Baustelle wirklich stundenlang in der Sonne braten - oder gibt es für sie hitzefrei?

Hitzefrei auf der Baustelle ist prinzipiell möglich

Hitzefrei auf der Baustelle ist in Deutschland möglich - sowohl für den ganzen Tag als auch stundenweise. Allerdings gibt es keine bestimmte Temperatur, zum Beispiel 35 Grad, ab der Arbeitgeber verpflichtet sind, ihre Bauarbeiter freizustellen. Der Chef muss jedoch dafür sorgen, dass seine Mitarbeiter durch die Hitze keine gesundheitlichen Schäden davon tragen.

Diese Vorgaben zum Gesundheitsschutz sind seit 1998 in der Baustellenverordnung (BaustellV) geregelt. Sie ist eine Ergänzung des Arbeitsschutzgesetzes, nach der Arbeitgeber dafür Sorge tragen müssen, dass ihre Mitarbeiter keiner Gesundheitsgefährdung ausgesetzt werden. 

Hitze auf der Baustelle: Bauherren müssen Arbeit erträglicher gestalten

Arbeitgeber haben jedoch die Chance, hitzefrei auf der Baustelle zu verhindern: "Bevor er Beschäftigte von der Arbeit freistellt, muss der Arbeitgeber Maßnahmen ergreifen, um die Arbeitsbedingungen erträglicher zu gestalten und die Gesundheit seiner Angestellten zu schützen", schreibt etwa arbeitsrechte.de

Um die Gesundheit ihrer Bauarbeiter bei großer Hitze zu schützen, können Bauherren etwa

  • die Arbeitszeiten anpassen (auf den frühen Morgen oder späten Abend verlegen),
  • die Pausenzeiten verlegen (etwa mehrere kurze Pausen statt einer langen),
  • für Schatten sorgen (Sonnensegel spannen sowie Sonnenbrillen, Kopfbedeckung und Sonnencreme anbieten etc.),
  • kostenloses Trinkwasser bereitstellen,
  • schwere Arbeiten stark einschränken,
  • auf Überstundne verzichten sowie
  • Mitarbeiter regelmäßig informieren und Gesundheitszustand kontrollieren. 

Im Büro gelten anderer Vorgaben

Für Arbeiten im Büro gelten andere Regeln. Doch ab wie viel Grad gibt es dort hitzefrei? Wann Ihr Chef handeln muss, erfahren Sie hier.

Hier erfahren Sie außerdem, warum Ventilatoren am Arbeitsplatz keine gute Idee sind.

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Von Andrea Stettner

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Kurze Hosen gehen gar nicht - weder die Länge, noch die zur Schau gestellte Haut oder Beinbehaarung bei Männern. Personal-Shopperin Mischa Oexle aus München empfiehlt  als Alternative leichte Chino-Hosen. (Quelle: noz.de) © pixabay
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Bei Kurzarmhemden scheiden sich die Geister: In Branchen mit strengem Dresscode sind sie verpönt, da sie zu viel Haut zeigen. Wenn Sie Kundenkontakt pflegen, sollten Sie auf jeden Fall Langarmhemden tragen, so Experten. Greifen Sie zu leichten Modellen mit geringem Kunstfaseranteil, damit Sie nicht ins Schwitzen geraten. © pixabay
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