Corona-Pandemie

FFP2-Maskenpflicht: Wann muss der Arbeitgeber für den kostspieligen Schutz zahlen?

FFP2-Masken sind vielerorts Pflicht. Arbeitnehmer müssen sie nur in bestimmten Bereichen tragen.
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FFP2-Masken sind vielerorts Pflicht. Arbeitnehmer müssen sie nur in bestimmten Bereichen tragen.

FFP2-Masken sind nun vielerorts Pflicht, teilweise auch am Arbeitsplatz. Doch die teuren Masken müssen Beschäftigte nicht unbedingt aus der eigenen Tasche zahlen.

Die Vorteile der FFP2-Masken sind unumstritten: Sie schützen nicht nur andere vor der Ansteckung mit dem Coronavirus*, sondern auch den Träger selbst. Im Rahmen der Corona-Maßnahmen sind sie in Bayern bereits seit 11. Januar 2021 Pflicht, sowohl im Öffentlichen Nahverkehr (ÖPNV) als auch im Einzelhandel. Doch leider sind hochwertige FFP2-Masken wesentlich teurer als die sogenannten „Alltagsmasken“. Wer sie bei der Arbeit tragen muss, darf aber zumindest auf finanzielle Entlastung hoffen: Arbeitgeber müssen die Kosten in bestimmten Fällen übernehmen.

Kann der Arbeitgeber seine Mitarbeiter verpflichten, FFP2-Masken zu tragen?

Um Mitarbeiter und Kunden zu schützen, dürfen Arbeitgeber während der Corona-Pandemie eine Maskenpflicht im Betrieb anordnen. Zumindest in den Bereichen, in denen ein persönlicher Kontakt nicht auszuschließen ist. „Der Arbeitgeber kann auch das Tragen von FFP2-Masken vorschreiben und zwar auch dann, wenn dies über die landesgesetzlichen Vorschriften hinausgeht,“ erklärt Arbeitsrechtexperte Roman Eschke im Interview mit der Wirtschaftswoche. Der Arbeitgeber kann sich somit zu einem höheren Schutzstandard entschließen.

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Maskenpflicht: Muss der Arbeitgeber die FFP2-Masken bezahlen?

Tatsächlich muss der Arbeitgeber die Kosten für die FFP2-Masken übernehmen, wenn er sie anordnet oder eine Maskenpflicht aufgrund einer gesetzlichen Regelung besteht. „Denn letztlich handelt es sich dabei um eine Arbeitsschutzmaßnahme, deren Kosten der Arbeitgeber zu tragen hat“, bestätigt der Rechtsanwalt. Laut Arbeitsschutzgesetz ist es sogar verboten, Kosten für Arbeitsschutzmaßnahmen den Beschäftigten aufzuerlegen (§ 3 Absatz 3 ArbSchG).

Auch die Gewerkschaft Verdi sieht Arbeitgeber bei der FFP2-Maskenpflicht in der Verantwortung: „In jedem Fall müssen die Unternehmen ihren Beschäftigten FFP2-Masken kostenfrei und in ausreichender Stückzahl zur Verfügung stellen“, sagte Verdi-Chef Frank Werneke laut eines Berichts der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Arbeitnehmern müsse es außerdem möglich sein, zusätzliche kurze Pausen einzulegen, um die Maske abzusetzen und richtig durchatmen zu können.

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Corona-Maßnahmen: Wann muss der Arbeitgeber einen Mundschutz zur Verfügung stellen?

Die Politik hat im Rahmen der neuen SARS-CoV-2-Arbeitsschutzverordnung (Corona-ArbSchV) genau festgelegt, in welchen Fällen der Arbeitgeber grundsätzlich FFP2-Masken, medizinische Gesichtsmasken oder eine vergleichbare Atemschutzmaske zur Verfügung stellen muss.

  • Wenn die Anforderungen an die Raumbelegung nicht eingehalten werden können (u. a. eine Mindestfläche von 10 Quadratmetern für jede Person im Raum),
  • wenn der Mindestabstand von 1,5 Metern nicht eingehalten werden kann, oder
  • bei erhöhtem Aerosolausstoß während der Arbeit.

Der Arbeitgeber kann jedoch auch andere, „ebenso wirksame Maßnahmen treffen“, heißt es in der Verordnung. Die Verordnung gilt zunächst befristet bis zum 15. März 2021. (as) *Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Zentral-Redaktionsnetzwerks.

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Gehalt: Die zehn bestbezahlten Ausbildungen in Deutschland

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Platz 10: Maurer verdienen in ihrer dreijährigen Lehrzeit zwischen 550 und 1.200 Euro brutto. © Lino Mirgeler / dpa
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Platz 9: Angehende Verwaltungsfachangestellte bekommen 700 bis 800 Euro brutto. © Peter Steffen / dpa
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Platz 8: Fachinformatiker erhalten in der Ausbildung monatlich zwischen 700 und 900 Euro brutto. © Jan Woitas / dpa
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Platz 7: Dank Nacht- und Wochenendzuschlägen können angehende Polizisten bis zu 1.100 Euro verdienen. © Stefan Sauer / dpa
Platz 6: Technische Zeichner (auch technische Produktdesigner oder technische Systemplaner) verdienen in der Lehrzeit 700 bis 1.000 Euro brutto.
Platz 6: Technische Zeichner (auch technische Produktdesigner oder technische Systemplaner) verdienen in der Lehrzeit 700 bis 1.000 Euro brutto. © pixabay / 422737
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Platz 5: Ob in KfZ-Betrieben, in der Luft- und Raumfahrt oder im medizinischen Bereich: Mechatroniker dürfen sich in der Ausbildung über ein ordentliches Gehalt von 800 bis 1.000 Euro brutto freuen. © Oliver Berg / dpa
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Platz 4: Bankkaufleute gehören seit jeher zu den Besserverdienenden. Azubis verdienen im Monat etwa 650 bis 1.000 Euro brutto. © Matthias Balk / dpa
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Platz 3: Ebenso gut ergeht es Azubis im Finanzbereich. Angehende Versicherungskaufleute verdienen etwa 650 bis 1.000 Euro brutto. © pixabay / Free-Photos
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Platz 2: Binnenschiffer kann man zwar nicht überall werden, aber die Ausbildung lohnt sich: Hier sind zwischen 800 und 1.100 Euro brutto drin. © Philipp Schulze / dpa
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Platz 1: Die Pole-Position geht mit großem Abstand an die Azubis der Fluglotsen. Im zweiten und dritten Lehrjahr sind Spitzengehälter von 3.000 bis 4.500 Euro brutto drin. © Ingo Wagner / dpa

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