Austauschprogramm für Studenten

EU bewilligt Milliarden für Erasmus+

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Für die Jahre 2014 bis 2020 will die EU mehr als 14,7 Milliarden Euro zur Verfügung stellen.

Straßburg - Die EU wird in den kommenden sieben Jahren eines ihrer bekanntesten und beliebtesten Förderprojekte ausweiten - das bisher vor allem für Studenten gedachte Austauschprogramm Erasmus.

Einen entsprechenden Gesetzentwurf hat das Europaparlament am Dienstag in Straßburg verabschiedet. Unter dem Titel "Erasmus+" werden künftig alle EU-Programme für Bildung, Jugend und Sport unter einem Dach zusammengefasst.

Dafür will die EU in ihrer Finanzplanung für die Jahre 2014 bis 2020 mehr als 14,7 Milliarden Euro zur Verfügung stellen - rund 40 Prozent mehr, als in der Vorperiode 2007 bis 2013. Vorgesehen sind erstmals auch zinsgünstige Darlehen für Teilnehmer an Master-Studiengängen in anderen EU-Staaten. Insgesamt sollen nach Angaben der EU-Kommission bis 2020 mehr als vier Millionen junge EU-Bürger zwischen 13 und 30 Jahren Hilfen für ein Studium, einen Schulbesuch oder eine Ausbildung in einem anderen Mitgliedsland erhalten.

Damit werde eine "Erfolgsgeschichte europäischer Politik" fortgeführt und weiterentwickelt, sagte die Vorsitzende des Kulturausschusses im Europaparlament, Doris Pack (CDU). Unter Erasmus+ würden künftig das klassische Studentenaustauschprogramm und andere Bildungsprogramme wie Comenius (für Schüler), Leonardo da Vinci (für Auszubildende), Grundtvig (für Erwachsenenbildung) sowie der Europäische Freiwilligendienst zusammengefasst. Neu hinzukommen solle ein Programm für Sportförderung.

Hilfe zur Bekämpfung der Jugend-Arbeitslosigkeit

Erasmus+ werde zur Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit beitragen, betonte EU-Bildungskommissarin Androulla Vassiliou. Dank des Auslandsaufenthalts erhielten junge Leute zusätzliche Kompetenzen. Derzeit sind in der EU rund sechs Millionen junge Menschen unter 25 Jahren arbeitslos. In einigen Ländern wie Griechenland beträgt die Arbeitslosenquote der unter 25-Jährigen 50 Prozent.

Nach Schätzungen der Brüsseler Kommission werden bis 2020 zwei Millionen Studenten, 650.000 Auszubildende und rund 500.000 Teilnehmer am Europäischen Freiwilligenjahr von den Stipendien der EU profitieren. Hinzu kommen Master-Studenten, die künftig ein Darlehen erhalten können, sowie junge Lehrer und Ausbilder, die in einem anderem EU-Staat unterrichten. 2007 bis 2013 haben nach Angaben der Kommission rund 2,7 Studenten, Schüler und Auszubildende an Austauschprogrammen der EU teilgenommen. Allein in Deutschland profitierten 382.000 junge Menschen von diesen Programmen.

afp

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