Studie

Darum lehnt jeder dritte Bewerber ein Jobangebot ab

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Nicht jedes Jobangebot kommt bei Bewerbern gut an - und wird abgelehnt. Daran sind die Unternehmen selbst schuld, meint eine Studie.

Längst sind es nicht mehr die Unternehmen, die Absagen erteilen. Heute verteilen die Bewerber Körbe. Doch daran sind die Firmen selbst schuld, sagt eine Studie.

In Zeiten des Fachkräftemangels haben es Unternehmen vielerorts schwer, neues Personal zu finden. Während sich Unternehmen früher unter einer großen Zahl an Bewerbern die besten aussuchen konnten, sitzen heute oft die Bewerber am längeren Hebel. Doch dass diese ein Jobangebot ablehnen, daran sind die Unternehmen offenbar selbst Schuld. 

Rund 29 Prozent aller Bewerber verzichten auf ein Vertragsangebot

Laut einer aktuellen Studie des Jobportals Stepstone lehnen fast ein Drittel aller Fachkräfte (29 Prozent) ein Vertragsangebot am Ende des Bewerbungsprozesses ab. Ein Spitzenwert im europäischen Vergleich. So verzichten in Deutschland fast doppelt so viele Bewerber auf ein Jobangebot als Kandidaten im Nachbarland Frankreich (15 Prozent) und dreimal so häufig wie in Belgien (10 Prozent) und den Niederlanden (7 Prozent). Doch woran liegt das?

Auch interessant: Mit dieser simplen Frage machen Sie aus einer Absage eine Zusage.

Unternehmen sind beim Feedback schlicht zu langsam

Offenbar sind die deutschen Unternehmen an der Misere selbst Schuld. Laut der Studie sind sie schlichtweg zu langsam. So hatte jeder zweite Befragte angegeben, 45 Tage nach Versand der Bewerbungsunterlagen immer noch keine qualifizierte Rückmeldung erhalten zu haben. Die Feedbackquote sank seit 2016 sogar um fünf Prozent! 

"Im Wettbewerb um die besten Talente müssen Unternehmen schnell sein. Wer Wochen braucht, um auf eine Bewerbung zu reagieren, braucht sich nicht über Personalengpässe zu beschweren", meint Dr. Sebastian Dettmers, Managing Director bei Stepstone. "Schließlich haben qualifizierte Fachkräfte heute oft die Wahl zwischen mehreren Joboptionen."

Video: Diese sieben Sprüche sollten Sie sich beim Vorstellungsgespräch verkneifen

So wurde die Studie durchgeführt

Für die internationale Studie wurden mehr als 100.000 Bewerber in einem Zeitraum von zwei Jahren (Juli 2016 bis Oktober 2018) zum Verlauf ihres Bewerbungsprozesses befragt. In Deutschland nahmen mehr als 20.000 Kandidaten an der Befragung teil, in Frankreich fast 40.000, in Belgien mehr als 50.000 und in den Niederlanden mehr als 3.000. 

Lesen Sie auch: Sind das die dreistesten Jobabsagen aller Zeiten?

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Mit dieser Körpersprache geht das Bewerbungsgespräch schief

Im Vorstellungsgespräch die Arme verschränken wirkt auf den Gesprächspartner abweisend. Diese Körperhaltung sollten Sie unbedingt vermeiden.
Im Vorstellungsgespräch die Arme verschränken wirkt auf den Gesprächspartner abweisend. Diese Körperhaltung sollten Sie unbedingt vermeiden. © fkn
Halten Sie Blickkontakt mit Ihrem Gegenüber: Kein Blickkontakt wirkt unsicher oder noch schlimmer desinteressiert. Auch verschämt wegschauen macht keinen guten Eindruck.
Halten Sie Blickkontakt mit Ihrem Gegenüber: Kein Blickkontakt wirkt unsicher oder noch schlimmer - desinteressiert. Auch verschämt wegschauen macht keinen guten Eindruck. © fkn
Die Denkerpose: Wahrscheinlich wollen Bewerber mit dieser Körperhaltung zeigen, dass sie sich Gedanken über den Job oder die Fragen des Personalers machen. Oftmals nimmt man so eine Haltung auch automatisch ein. Doch meist wirkt diese Pose gestellt - lassen Sie es also lieber bleiben.
Die Denkerpose: Wahrscheinlich wollen Bewerber mit dieser Körperhaltung zeigen, dass sie sich Gedanken über den Job oder die Fragen des Personalers machen. Oftmals nimmt man so eine Haltung auch automatisch ein. Doch meist wirkt diese Pose gestellt - lassen Sie es also lieber bleiben. © fkn
Sie kennen das selber: Wenn Sie jemand höflich anlächelt, vermittelt Ihnen das eine positive Stimmung. Vermeiden Sie es also, das ganze Gespräch über ernst zu schauen. Doch übertreiben Sie es auch nicht mit dem Lächeln, das könnte künstlich oder unpassend wirken.
Sie kennen das selber: Wenn Sie jemand höflich anlächelt, vermittelt Ihnen das eine positive Stimmung. Vermeiden Sie es also, das ganze Gespräch über ernst zu schauen. Doch übertreiben Sie es auch nicht mit dem Lächeln, das könnte künstlich oder unpassend wirken. © fkn
Jeder kennt ihn, den schlaffen Händedruck. Der erste Eindruck ist dadurch schon negativ behaftet. Drücken Sie Ihrem Gesprächspartner mit Nachdruck und Bestimmtheit die Hand - es wird ihm positiv im Gedächtnis bleiben.
Jeder kennt ihn, den schlaffen Händedruck. Der erste Eindruck ist dadurch schon negativ behaftet. Drücken Sie Ihrem Gesprächspartner mit Nachdruck und Bestimmtheit die Hand - es wird ihm positiv im Gedächtnis bleiben. © fkn
Bleiben Sie cool: Wenn Sie sich aus der Ruhe bringen lassen, werden Sie nervös und fangen höchstwahrscheinlich an, an ihrer Jacke oder ihren Händen zu zupfen. Legen Sie lieber die Hände flach vor sich auf den Tisch oder trinken Sie ab und zu einen Schluck Wasser. So hat der Stress gar nicht erst die Möglichkeit, in ihren Händen eine Reaktion auszulösen. 
Bleiben Sie cool: Wenn Sie sich aus der Ruhe bringen lassen, werden Sie nervös und fangen höchstwahrscheinlich an, an ihrer Jacke oder ihren Händen zu zupfen. Legen Sie lieber die Hände flach vor sich auf den Tisch oder trinken Sie ab und zu einen Schluck Wasser. So hat der Stress gar nicht erst die Möglichkeit, in ihren Händen eine Reaktion auszulösen.  © fkn
Eine schlaffe oder in sich zusammengefallene Körperhaltung lässt Sie auch müde und wenig aktiv wirken. Setzen Sie sich gerade hin, dass wirkt auf das Gegenüber aufmerksam und positiv.
Eine schlaffe oder in sich zusammengefallene Körperhaltung lässt Sie auch müde und wenig aktiv wirken. Setzen Sie sich gerade hin, dass wirkt auf das Gegenüber aufmerksam und positiv. © fkn
Vermeiden Sie es, mit ihren Haaren zu spielen. Auch das zeugt von Nervosität und Unsicherheit.
Vermeiden Sie es, mit ihren Haaren zu spielen. Auch das zeugt von Nervosität und Unsicherheit. © fkn
Gestikulieren Sie nicht wild mit den Händen, so verbreiten Sie nur Hektik. Bleiben Sie gelassen und strukturiert.
Gestikulieren Sie nicht wild mit den Händen, so verbreiten Sie nur Hektik. Bleiben Sie gelassen und strukturiert. © fkn
Aufstützen
Den Kopf aufstützen: Hier könnte man meinen, Ihr Kopf sei zu schwer, so dass sie ihn nicht von allein gerade halten können. Davon sollten Sie absehen. © fkn

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