Jobs

Daddeln für die Karriere - Jobs in der Spielebranche

Kurz vor Veröffentlichung eines neuen Spiels sitzt Software Engineer Tim Eckhoff viel vor dem Computer und programmiert. Die Ideen für neue Spiele werden jedoch meist im Brainstorming in der Gruppe generiert. Eckhoff arbeitet beim Berliner Spieleentwickler Wooga.
1 von 5
Kurz vor Veröffentlichung eines neuen Spiels sitzt Software Engineer Tim Eckhoff viel vor dem Computer und programmiert. Die Ideen für neue Spiele werden jedoch meist im Brainstorming in der Gruppe generiert. Eckhoff arbeitet beim Berliner Spieleentwickler Wooga. 
Hat sein Hobby zum Beruf gemacht: Tim Eckhoff ist Software Engineer beim Berliner Spieleentwickler Wooga. Vorher hat er Game Design an der Mediadesign Hochschule in Berlin studiert.
2 von 5
Hat sein Hobby zum Beruf gemacht: Tim Eckhoff ist Software Engineer beim Berliner Spieleentwickler Wooga. Vorher hat er Game Design an der Mediadesign Hochschule in Berlin studiert.
Tim Eckhoff arbeitet als Software Engineer beim Berliner Start-up Wooga und entwickelt dort Computerspiele.
3 von 5
Tim Eckhoff arbeitet als Software Engineer beim Berliner Start-up Wooga und entwickelt dort Computerspiele.
Offline statt online: Tim Eckhoff (2.v.l) spielt auf der Arbeit mit seinen Kollegen oft Brettspiele. Das hilft ihm kreative Ideen für Online-Games zu entwickeln. Eckhoff arbeitet als Software Engineer beim Berliner Spieleentwickler Wooga.
4 von 5
Offline statt online: Tim Eckhoff (2.v.l) spielt auf der Arbeit mit seinen Kollegen oft Brettspiele. Das hilft ihm kreative Ideen für Online-Games zu entwickeln. Eckhoff arbeitet als Software Engineer beim Berliner Spieleentwickler Wooga.
Kleidervorschriften gibt es beim Berliner Spieleentwickler Wooga nicht: Software Engineer Tim Eckhoff geht auch mal im Eulen-Onesie, einer Art Jumpsuit, ins Büro.
5 von 5
Kleidervorschriften gibt es beim Berliner Spieleentwickler Wooga nicht: Software Engineer Tim Eckhoff geht auch mal im Eulen-Onesie, einer Art Jumpsuit, ins Büro.

Um ein Computerspiel in den Laden oder ins Netz zu bringen braucht es ein Team aus verschiedenen Spezialisten - vom Zeichner bis zum Programmierer. Neben Fachwissen sind bei angehenden Entwicklern Soft Skills und ein gesunder Spieltrieb gefragt.

Am Anfang waren die Einzelkämpfer. Frühe Computerspielhits wurden oft von winzigen Teams entwickelt, häufig neben dem "richtigen" Job. Diese Zeiten sind vorbei: Inzwischen generiert die Spieleindustrie Millionenumsätze und ist Arbeitgeber für unzählige Fachkräfte weltweit.

Allein in Deutschland hängen nach Zahlen des Bundesverbands Interaktive Unterhaltungssoftware (BIU) an der Branche rund 13 000 Jobs. In den Anfangstagen waren Spieleentwickler noch fast ausschließlich Programmierer, also Informatiker. Inzwischen sind andere Spezialisten aber mindestens genauso wichtig, sagt Thomas Bremer. Er ist Professor im Studiengang Game Design an der Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) Berlin: "Da gibt es drei Gruppen. Das ist der technische Teil, der gestalterische Teil und der Game Designer."

Der letzte Beruf in dieser Liste ist der jüngste: "Der bildet sich langsam erst als eigene Tätigkeit heraus." Game Designer entwerfen die Regeln, auf denen ein Spiel basiert. "Ohne den Game Designer geht also im Grunde nichts", erklärt Prof. Bremer.

Die Gestalter, Art Designer oder Game Artists sorgen derweil dafür, dass es beim Zocken auch etwas zum Anschauen gibt: Sie entwerfen die Spielwelt und die Figuren darin. Außerdem sind sie für das User Interface verantwortlich, also die Menüs und andere Anzeigen.

Programmierer liefern das technische Grundgerüst für Game und Art Design und fügen die verschiedenen Elemente zu einem fertigen Produkt zusammen. Ihre Aufgabenstellung hat sich in den vergangenen Jahren am meisten verändert, sagt Prof. Bremer. Denn inzwischen basieren viele Spiele auf sogenannten Engines. Das ist einkaufbare Software, die das technische Grundgerüst bereits mitbringt. Informatiker werden daher eher für die Online-Infrastruktur eines Spiels gebraucht.

Angehende Spieleentwickler können sich schon in der Ausbildung auf einen Teilbereich oder sogar eine spezielle Aufgabe darin konzentrieren. Viele Studiengänge bieten aber die Möglichkeit, überall einmal hineinzuschnuppern. So war es bei Tim Eckhoff: Seit 2013 arbeitet er als Software Engineer beim Berliner Spieleentwickler Wooga, zuvor hat er Game Design an der Mediadesign Hochschule Berlin studiert: "Das war ein Überblicksstudium, bei dem ich aus jeder Disziplin etwas gelernt habe, mit Spezialisierung am Schluss."

In Deutschland gibt es inzwischen 156 Studiengänge mit unterschiedlichen Schwerpunkten, die angehende Spieleentwickler auf den Einstieg in die Branche vorbereiten. Das geht aus dem "Ausbildungskompass Games" des BIU hervor.

Im Entwicklungsalltag sind Soft Skills wie Einfühlungs- und Diskussionsvermögen extrem wichtig. Große Teile seines Arbeitstags verbringt Tim Eckhoff nicht am Computer - zumindest in bestimmten Phasen eines Projekts: "Wir gehen jetzt gerade auf die Fertigstellung eines Spiels zu, da wird auch mehr wirklich programmiert", erzählt er. "Vorher war es wirklich viel Gequatsche, teilweise bestehen Tage zu einem oder zwei Drittel aus Meetings."

Neben der Entwicklung neuer Titel gibt es in der Spielebranche noch andere Jobs zu erledigen. Darunter sind zum Beispiel klassische Unternehmensaufgaben wie Vertrieb, Marketing und Personal. Umgekehrt müssen ausgebildete Game Designer nicht unbedingt zu einem Spieleentwickler gehen. "Unsere Absolventen gehen auch in andere Bereiche, bis hin zur Unternehmensberatung. Game Designer sind Motivationsexperten, das ist auch in anderen Feldern anwendbar", sagt Prof. Bremer.

dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Weihnachtsbasar der Oberschule Dörverden

Hoch her ging es an der Oberschule Dörverden, die wie schon in den Vorjahren mit einem weihnachtlichen Basar die Massen lockte. Der Besucherandrang …
Weihnachtsbasar der Oberschule Dörverden

Weihnachtsmarkt in Twistringen

Ein neuer Besucherrekord des Twistringer Weihnachtsmarktes am Sonntag sorgte bei den Anbietern auf dem Außengelände teilweise für einen totalen …
Weihnachtsmarkt in Twistringen

Weihnachtsmarkt in Bruchhausen-Vilsen

Zahlreiche Besucher bummelten am Samstag über den Weihnachtsmarkt im Bruchhausen-Vilsener Ortskern.
Weihnachtsmarkt in Bruchhausen-Vilsen

Quotenfete in der Bremer Stadthalle: So feiert die Landjugend

Reiten auf einem elektrischen Bullen, Milchkannenstemmen und weitere Spiele und, natürlich, Party pur: Mit 8000 teilweise von sehr weit angereisten …
Quotenfete in der Bremer Stadthalle: So feiert die Landjugend

Meistgelesene Artikel

Peinlicher Fehler bei Krankmeldung macht Moderator zum Star im Internet

Peinlicher Fehler bei Krankmeldung macht Moderator zum Star im Internet

Gehalt: Das sind die bestbezahlten Berufe Deutschlands 2019

Gehalt: Das sind die bestbezahlten Berufe Deutschlands 2019

Top-Gehälter 2019: In diesen Berufen, Branchen und Regionen gibt es sie

Top-Gehälter 2019: In diesen Berufen, Branchen und Regionen gibt es sie

Krankschreibung: In diesem Fall darf der Chef das Attest ablehnen

Krankschreibung: In diesem Fall darf der Chef das Attest ablehnen

Kommentare