Einkommensverluste

Corona lässt Bruttolöhne sinken

Vor allem die Kurzarbeit und die damit verbundenen geringeren Arbeitszeiten drücken auf die Bruttolöhne. Foto: Arno Burgi/dpa-Zentralbild/dpa
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Vor allem die Kurzarbeit und die damit verbundenen geringeren Arbeitszeiten drücken auf die Bruttolöhne. Foto: Arno Burgi/dpa-Zentralbild/dpa

Die Arbeitswelt kämpft mit den Auswirkungen der Corona-Pandemie. Nicht nur zahlreiche Jobs sind gefährdet. Arbeitnehmer müssen auch niedrigere Bruttolöhne hinnehmen.

Wiesbaden (dpa) - Die Corona-Krise hat sich im zweiten Quartal auch auf die Bruttoverdienste der Beschäftigten in Deutschland ausgewirkt.

Vor allem der verbreitete Einsatz von Kurzarbeit und die damit verbundenen geringeren Arbeitszeiten (-4,7 Prozent) drückten auf die Bruttoeinkommen, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden berichtete.

Die Einkommen sanken im Vergleich zum Vorjahresquartal um 2,2 Prozent. Allerdings glich das Kurzarbeitergeld für die Betroffenen einen Großteil der Einkommensverluste netto wieder aus. Auf die Arbeitsstunde gerechnet waren die Bruttoverdienste im zweiten Quartal sogar 2,6 Prozent höher als ein Jahr zuvor.

Besonders stark betroffen von den Einkommensrückgängen waren die Wirtschaftszweige Beherbergung (-18 Prozent), Herstellung von Kraftwagen (-17 Prozent) und Reisebüros (-15 Prozent). Hier gingen die Arbeitszeiten weit überdurchschnittlich zurück. Weitere betroffene Branchen sind laut Statistikamt die Luftfahrt, die Gastronomie und der Einzelhandel.

© dpa-infocom, dpa:200811-99-123911/7

Mitteilung Destatis

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