Brisantes Thema

Impfpflicht am Arbeitsplatz? 90 Prozent der Ungeimpften würden Job kündigen oder klagen

Was halten Arbeitnehmer von einer Impfpflicht am Arbeitsplatz? Eine aktuelle Umfrage liefert Antworten.
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Was halten Arbeitnehmer von einer Impfpflicht am Arbeitsplatz? Eine aktuelle Umfrage liefert Antworten.

Wie würden die deutschen Arbeitnehmer auf eine Impfpflicht am Arbeitsplatz reagieren? Eine aktuelle Umfrage zeigt, dass gerade Ungeimpfte nicht tatenlos zusehen würden.

Während in Ländern wie den USA oder Frankreich die Impfpflicht am Arbeitsplatz teilweise bereits in die Tat umgesetzt wird, gibt es diese Verbindlichkeit in Deutschland bisher nicht. Dass eine Einführung dieser wohl für gesellschaftlichen Zündstoff sorgen würde, zeigt nun eine aktuelle, repräsentative YouGov-Umfrage im Auftrag der Jobseite Indeed. Der Befragung unter 1.112 Erwerbstätigen in Deutschland zufolge gehen die Meinungen zu Fragen rund um die Impfpflicht am Arbeitsplatz* weit auseinander. Das sind die wichtigsten Ergebnisse:

Würden Sie eine Impfpflicht am Arbeitsplatz befürworten?

Ja, eher ja54% (55% in Westdeutschland, 46% in Ostdeutschland)
nein, eher nein41% (44% in Westdeutschland, 48% in Ostdeutschland)

Wie würden Sie reagieren, wenn Ihr Arbeitgeber eine Impfpflicht einführt?

Nicht impfen und rechtliche Schritte prüfen14% (68% bei den ungeimpften Personen (144))
Nicht impfen und Job wechseln5% (17% bei den ungeimpften Personen)
Nicht impfen und sofort kündigen2% (3% bei den ungeimpften Personen)
Impfen lassen9%
Betrifft mich nicht, da geimpft66%

Haben Sie von Ihrem Arbeitgeber ein Angebot zur Impfung erhalten?

Ja51% (21% haben es angenommen, 53% in Westdeutschland, 43% in Ostdeutschland)
Nein46% (44% in Westdeutschland, 54% in Ostdeutschland)

Wie würden Sie zu einem direkten Mitarbeitenden stehen, der die Impfung ablehnt?

Nur auf Abstand mit ihm / ihr arbeiten26%
Zur Impfung überreden12%
Zusammenarbeit verweigern5%
Das spielt für mich keine Rolle52%

Lesen Sie auch: Kein Gehalt ohne Impfung: Darf der Chef Impfverweigerer von der Arbeit freistellen?

USA: Corona-Impfung bereits oft Voraussetzung für Bewerbung

Wie sich Maßnahmen zur Impfpflicht in anderen Märkten auswirken, zeigt eine Auswertung des Indeed Hiring Labs in den USA. Die Arbeitsmarktökonomen von Indeed stellten Anfang August einen rasanten Anstieg von Stellenausschreibungen fest, die eine Impfung als Voraussetzung für eine Bewerbung aufführen. In Deutschland gibt es dieses Phänomen aufgrund der aktuellen rechtlichen Situation noch nicht. Lediglich eine Masern-Impfung gilt häufiger als verpflichtend in Stellenausschreibungen für den Gesundheits- oder Bildungsbereich.

So wurde die Umfrage durchgeführt

Die verwendeten Daten beruhen auf einer Online-Umfrage der YouGov Deutschland GmbH, an der 1.112 Erwerbstätige in Deutschland zwischen dem 20. und 23.08.2021 teilnahmen. Die Ergebnisse wurden nach Alter, Geschlecht und Region aller Befragten gewichtet und sind repräsentativ für die Bevölkerung in Deutschland ab 18 Jahren.*Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Mehr zum Thema: Nicht geimpft und in Quarantäne? Das kann ab sofort teuer werden.

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Quelle: Pressemitteilung Indeed

Überraschend: Diese fünf Berufe machen krank

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In einigen Berufen melden sich die Mitarbeiter besonders häufig krank - sei es wegen Atemwegsinfektionen, Rückenschmerzen oder Depressionen. Welche Jobs die meisten Fehltage verursachen, zeigt eine Auswertung der Krankenkassen. © dpa
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