Bei längerer Antriebslosigkeit im Job besser zum Arzt gehen

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Müde, lustlos, unmotiviert: Das kann auf eine depressive Verstimmung hindeuten.

Berlin - Morgens fällt das Aufstehen schwer, und montags ist es ein Graus, sich zur Arbeit aufzurappeln: Hin und wieder ist so eine Antriebslosigkeit normal, sagt Anette Wahl-Wachendorff. Sie ist Vizepräsidentin des Verbands der Betriebs- und Werksärzte.

Wer an sich selbst ein unmotiviertes Verhalten bemerkt, sollte erst einmal versuchen, einen Gang herunterzuschalten. Das kann etwa heißen, dass Berufstätige einmal richtig ausschlafen oder sich an einem Abend Zeit für sich nehmen. Bemerken sie aber nach zwei Wochen keine Verbesserung, obwohl sie ihr Verhalten geändert haben, sollten sie zum Arzt gehen.

Dieser könne zunächst einmal klären, ob die Antriebslosigkeit körperliche Ursachen hat. Dahinter kann zum Beispiel ein Eisenmangel stecken oder eine bösartige Erkrankung wie ein Tumor. Ist das nicht der Fall, ist möglicherweise eine depressive Verstimmung die Ursache. Der Arzt gibt dann Tipps, wie damit umzugehen ist. Gegebenenfalls überweist er den Patienten an einen Therapeuten.

dpa/tmn

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