Schlafmangel

Zeitumstellung erhöht Herzinfarkt-Risiko

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Sommerzeit: In der Nacht von Samstag 29. März 2014 auf Sonntag 30. März 2014 werden die Uhren um 02.00 Uhr um eine Stunde auf 03.00 Uhr vorgestellt. Die Nacht ist damit um eine Stunde verkürzt.

Es sind nur 60 Minuten, trotzdem haben viele Deutsche damit zu kämpfen: die Umstellung auf die Sommerzeit. Eine Studie zeigt nun, dass die Zeitumstellung ein echtes Risiko für die Gesundheit ist. 

Update vom 26. März 2015: Schon in den Tagen vor der Zeitumstellung lohnt es sich, ein paar Minuten früher ins Bett zu gehen, um den Körper langsam an die veränderten Zeiten zu gewöhnen. Was Sie bei der Zeitumstellung noch beachten können, haben wir für Sie zusammengefasst. Lesen Sie alles Wissenswerte zur Zeitumstellung von der Winter- in die Sommerzeit.

Die Zeitumstellung im Frühling erhöht einer Studie zufolge das Risiko für einen Herzinfarkt. Nach einer Langzeitanalyse der DAK-Gesundheit kommen in den ersten drei Tagen nach der Zeitumstellung 25 Prozent mehr Patienten mit Herzbeschwerden ins Krankenhaus als im Jahresdurchschnitt, wie die Kasse am Montag in Hamburg mitteilte. Dieser Trend werde seit 2006 kontinuierlich beobachtet.

Diagnose Herzinfarkt

Allein im Vergleich der vergangenen drei Jahre gab es in den drei Tagen nach der Umstellung auf die Sommerzeit bei den DAK-Versicherten im Schnitt demnach jeweils 40 Krankenhauseinweisungen täglich mit der Diagnose Herzinfarkt. Üblich seien hingegen durchschnittlich 30 Einweisungen pro Tag.

DAK-Experte Peter Rowohlt vermutet als Ursache der erhöhten Infarkt-Rate unter anderem Schlafmangel und die Änderung des Biorhythmus durch die Zeitumstellung. Die fehlende Stunde bringe den Hormonhaushalt durcheinander.

Zeitumstellung in der Nacht vom 29. auf den 30. März 2014

Am kommenden Wochenende steht wieder die Umstellung auf die Sommerzeit an. In der Nacht von Samstag auf Sonntag werden die Uhren um 02.00 Uhr um eine Stunde auf 03.00 Uhr vorgestellt, die Nacht ist damit um eine Stunde verkürzt.

Über das Für und Wider der bei vielen Menschen unbeliebten Zeitumstellung wird seit Jahren diskutiert. In einer früheren Umfrage der DAK-Gesundheit sprachen sich 70 Prozent der Deutschen für die Abschaffung der Sommerzeit aus - immerhin kämpft demnach jeder Vierte gesundheitlich mit der Zeitumstellung.

Zuletzt hatte Bayerns Wirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU) ein Ende der Zeitumstellung gefordert und dies mit dem Ausbleiben der erhofften Energiespareffekte begründet.

Müdigkeit nach der Zeitumstellung vorbeugen

  • ein paar Tage früher ins Bett gehen
  • abends auf Alkohol verzichten
  • Kreislauf morgens mit Wechselduschen in Schwung bringen
  • möglichst viel an der frischen Luft bewegen

Erste Hilfe bei Herzinfarkt

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AFP/ml

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