Frühsommer-Meningoenzephalitis

Zeckenzeit: Kann ich mich direkt nach der Corona-Impfung gegen FSME impfen lassen?

Die bundesweiten Corona-Fallzahlen sinken immer weiter. Doch die Zeckenaktivität kommt gerade erst ins Rollen. Ist es sinnvoll, sich kurz nach der Corona-Impfung auch gegen FSME zu immunisieren?

Zecken sind zähe kleine Biester. Im Winter verfallen die Krabbeltiere in eine Winterstarre. Doch sobald die Temperatur an mehreren aufeinanderfolgenden Tagen mindestens sieben Grad Celsius beträgt, treiben sie wieder ihr Unwesen. Besonders im Sommer fallen den Zecken viele Menschen zum Opfer, da ihre Haut dank kurzer Hosen für die Blutsauger leichter zugänglich ist. Personen, die viel Zeit in der Natur verbringen, sollten sich unbedingt gegen Zecken schützen. Denn die Spinnentiere verbreiten zwei Krankheiten, die im schlimmsten Fall lebensbedrohlich sind: Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME), eine gefährliche Form der Hirnhautentzündung, und Borreliose*.

Lesen Sie auch: Besondere Vorsicht: Darum sollten Sie sofort zum Arzt, wenn ein Zeckenbiss juckt.

So schützen Sie sich gegen Zecken

Vor allem in Bayern, Baden-Württemberg, Südhessen, Sachsen und im südöstlichen Thüringen besteht laut Robert Koch-Institut (RKI) das Risiko, sich mit FSME zu infizieren. Geeignete Kleidung oder auch insektenabweisende Sprays können Sie davor schützen. Wenn Sie in der Natur unterwegs sind, sollten Sie stets lange Ärmel und Hosen tragen. Die Hosenbeine stecken Sie in die Socken, um Zecken den Zugang zur Haut zu erschweren.

Zusätzlich können Sie auch ein Insektenspray auftragen, das Ihnen Zecken zumindest zeitweise vom Leib hält. Wenn Sie wieder zuhause sind, sollten Sie Ihren Körper zusätzlich nach Zecken absuchen. Denn je länger die Spinnentiere sich an Ihrer Haut festsaugen, desto größer ist das Risiko, dass Bakterien und Viren übertragen werden.

Tipps zum Umgang mit Zecken im Video

FSME-Impfung trotz Corona-Impfung?

Die wirksamste Art, sich vor FSME zu schützen, ist eine Impfung. Die Ständige Impfkommission (STIKO) rät, zwischen der Corona-Impfung und anderen planbaren Schutzimpfungen einen Mindestabstand von 14 Tagen einzuhalten – sowohl davor als auch danach. Das sei sinnvoll, um das Immunsystem nicht zu überfordern. Die Wirkung der Impfungen beeinflusst der zeitliche Abstand nicht. Während die meisten Covid-Impfstoffe in zweifacher Dosis verabreicht werden, muss bei der FSME-Impfung zunächst eine Grundimmunisierung mit drei Impfdosen erfolgen. Diese muss in Abständen von drei bis fünf Jahren immer wieder aufgefrischt werden. (cw) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Auch interessant: Juckreiz adé: Diese zehn Hausmittel helfen schnell gegen Mückenstiche.

Blutrünstige Plagegeister: Kleine Mückenkunde

Je feuchter und wärmer der Sommer, desto besser vermehren sich Mücken. Eine Pfütze reicht ihnen schon. Doch nur die Weibchen stechen zu. Eine kleine Mückenkunde: © dpa
Warum stechen Mücken? Stechmücken ernähren sich von zuckerhaltigen Pflanzensäften. Für die Reifung der Eier bei der Vermehrung braucht das Weibchen allerdings eiweißreiche Nahrung. Nur darum saugt es Blut - bei Tier und Mensch. © dpa
Ein Mückenweibchen kann nach einer Blutmahlzeit bis zu 300 Eier legen. Die Vermehrung von Mücken ist temperaturabhängig und dauert im Sommer nur wenige Tage. © dpa
Mückenweibchen besitzen für das Blutsaugen einen hochspezialisierten Rüssel. Beim Blutsaugen wird Speichelflüssigkeit abgegeben, die unter anderem die Stichstelle betäubt. Das Speichelsekret wird in der Regel erst nach dem Stich vom Immunsystem des Gestochenen erkannt. Es löst den Juckreiz und kleine Schwellungen aus. © dpa
Können Mücken Krankheiten übertragen? Für unsere Breiten ist das nicht bekannt. Vor allem in den Tropen gelten Mücken aber als Überträger zahlreicher Krankheitserreger wie Viren, Einzeller und Fadenwürmer. © dpa
Gefährliche Krankheiten, die mit Stechmücken in Zusammenhang stehen, sind die Malaria oder das Gelbfieber. Doch nicht jede Mückenart kann jeden Erreger übertragen. © dpa
Wie schützt man sich am besten vor Mücken?Wer keine Plagegeister mag, sollte auf dünne Kleidung und nackte Haut verzichten. Da viele Mückenarten die Schwüle und die Dämmerung lieben, empfiehlt es sich, im Haus zu bleiben. Dort können Fenstergitter Mücken fernhalten. Haut mit natürlichen und synthetischen Abwehrstoffe einschmieren oder auch damit die Kleidung imprägnieren. © dpa
Oberstes Gebot ist beim Mückenstich: nicht kratzen! Durch das Kratzen verlängert sich nicht nur der Heilungsprozess, sondern es kann auch zu bakteriellen Sekundärinfektionen kommen, die sich zu bösen Entzündungen entwickeln können. Durch Einreiben mit alkoholischen Lösungen kann man die Stichwunde desinfizieren. Kühlung hilft, den Juckreiz zu unterdrücken. Nach einigen Tagen sollten Juckreiz und Quaddel verschwunden sein. © dpa

Rubriklistenbild: © Imago

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