Zu wenige Organspender - Weniger Transplantationen

München - Der Organspendeausweis als App fürs Smartphone - das ist eine von vielen Möglichkeiten, seine Spendenbereitschaft kundzutun. Es gibt immer noch mehr Wartende, als Spender zur Verfügung stehen.

Das teilte die Deutsche Gesellschaft für Chirurgie am Montag mit. Auf dem am Dienstag beginnenden Kongress in München (bis 6. Mai) wird unter anderem über die Problematik der Organspende diskutiert.

“Die Zahl der Transplantationen ist rückläufig, weil die Spendenbereitschaft sinkt“, sagte Axel Haverich, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie. “Das ist ein großes Problem in Deutschland. Die Sensibilität der Bevölkerung muss deshalb geweckt werden“. Haverich wird außerdem über andere Möglichkeiten der Organtransplantation sprechen: “Regenerative Medizin: Ich züchte mein Organ selbst“. Mit dieser neuen Möglichkeit könnten Stammzellen von Patienten zur Züchtung von Organen und Gewebe genutzt werden.

SPD-Bundestagsfraktionschef Frank-Walter Steinmeier wird in seinem Vortrag “Lebendspende als Ausweg aus der Organknappheit“ am Mittwoch über seine Erfahrungen als Betroffener berichten. Er hatte im vergangenen Jahr für Aufsehen gesorgt, als er seiner Frau eine Niere spendete.

Weitere Themen auf dem Kongress werden die schnelle ärztliche Versorgung im Katastrophenfall und Infektionen nach Operationen sein. Drei Tage werden Experten aus ganzen Deutschland nach Lösungen suchen. “Das Thema der Versorgung nach Notfällen haben wir aus aktuellem Anlass gewählt. Die Loveparade in Duisburg hat uns gezeigt, dass schnelle Hilfe noch zu optimieren ist und dass wir unsere Netzwerke ausbauen müssen“, erläuterte Haverich. An dem Kongress nehmen unter anderen Unfallchirurgen, Katastrophenmediziner und Angehörige der Bundeswehr teil.

dpa

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