224.000 Sterbefälle

Jeder vierte Deutsche stirbt an Krebs

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Mammographie eines Brusttumors: In Deutschland trifft die Diagnose Brustkrebs rund 46.000 Frauen jährlich.

Wiesbaden - Traurige Zahlen: Krebs ist die zweithäufigste Todesursache. 224.000 Menschen starben im Jahr 2013 an Krebs. Zum Weltkrebstag gibt das Statistische Bundesamt aktuelle Zahlen bekannt.

Jeder vierte Deutsche stirbt an Krebs. 25 Prozent aller im Jahr 2013 Verstorbenen erlagen einem Krebsleiden, wie das Statistische Bundesamt am Montag in Wiesbaden anlässlich des bevorstehenden Weltkrebstages mitteilte. Mit fast 224.000 Sterbefällen war Krebs nach den Herz-Kreislauferkrankungen damit die zweithäufigste Todesursache.

Männer starben am häufigsten an Tumoren der Verdauungsorgane wie Magen- oder Darmkrebs (38.987 Todesfälle), gefolgt von Lungen- und Bronchialkrebs mit 30.962 Sterbefällen. Auch bei den Frauen führten Krebserkrankungen der Verdauungsorgane zu den meisten Todesfällen (31.012). An zweiter Stelle folgten Brustkrebserkrankungen mit 17.853 Sterbefällen.

Allerdings sterben immer mehr Frauen an Lungenkrebs: In den vergangenen 30 Jahren stieg die Zahl der Sterbefälle bei Frauen von 5491 im Jahr 1983 auf zuletzt 15.370. Das war ein Anstieg um 180 Prozent. Ein Auslöser für Lungen- und Bronchialkrebs ist das Rauchen. Bei Männern nahmen hingegen die Sterbefälle durch Leber- und Gallenkrebs in den vergangenen drei Jahrzehnten drastisch zu (plus 152 Prozent).

Sterbealter steigt

Das durchschnittliche Sterbealter der Krebskranken steigt indes seit Jahren: 2013 lag das Sterbealter bei 73,4 Jahren - der bislang höchste gemessene Wert. Krebs ist zunehmend eine Erkrankung, die erst im fortgeschrittenen Alter auftritt. Der Anteil der an Krebs gestorbenen Patienten, die 85 Jahre und älter waren, lag 2013 bei 17 Prozent. 30 Jahre zuvor lag dieser Anteil erst bei etwas über acht Prozent.

In Deutschland erkranken jährlich rund 500.000 Menschen neu an Krebs. 51 Prozent aller Männer und 43 Prozent aller Frauen müssen hierzulande damit rechnen, im Laufe ihres Lebens an einem bösartigen Tumor zu erkranken.

Weltweit steigt die Zahl der Krebserkrankungen. Die Gründe dafür sind vielschichtig: Neben genetischen Einflüssen spielen das individuelle Gesundheitsverhalten, Umweltfaktoren sowie Lebens- und Arbeitsbedingungen eine Rolle.

AFP

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