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Eine Corona-Auffrischimpfung reicht nicht? Welche Gruppe sich nach dem Booster erneut impfen lassen sollte

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Von: Juliane Gutmann

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Apothekerin Julia Oks-Heidar impft in der «Kosmos Apotheke» einen Mann gegen das Coronavirus.
Viele Menschen werden gerade zum ersten Mal „geboostert“. Doch genügt das, um langfristig vor Covid-19 geschützt zu sein? (Symbolbild) © Moritz Frankenberg/dpa

Wer geboostert ist, kann sich über aufgefrischten Impfschutz freuen. Doch es gibt bereits Berichte über einen nötigen zweiten Booster. Wer diesen braucht, lesen Sie hier.

Die Coronaschutzimpfung „bietet grundsätzlich einen guten Schutz vor schwerer Erkrankung und Hospitalisierung durch COVID-19, dies gilt auch für die Omikronvariante“. So steht es auf den Seiten des Robert Koch-Instituts (RKI) als Bundesinstitut für Infektionskrankheiten und nicht übertragbare Krankheiten geschrieben. Aus diesem Grund wird die Impfung nicht nur für Erwachsene, sondern auch für Kinder ab 12 Jahren empfohlen. Für Kinder im Alter zwischen fünf und elf Jahren gilt der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung zufolge, dass sie die Impfung dann erhalten sollen, wenn ein erhöhtes Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf vorliegt – etwa aufgrund einer Immunschwäche.

Coronavirus - Boosterimpfung
Wird schon bald die vierte Corona-Impfung fällig? © Daniel Karmann/dpa

Die Auffrischimpfung nach vorangegangener Grundimmunisierung erneuert den Impfschutz und schützt so vor schweren Krankheitsverläufen. Doch reicht der zweite (nach Grundimmunisierung mit dem Impfstoff von Johnson & Johnson) oder der dritte Booster (nach Grundimmunisierung mit einem mRNA-Impfstoff) aus? Oder braucht der Körper eine zweite Auffrischimpfung, um die Erreger Sars-CoV-2 langfristig abwehren zu können? Die Ständige Impfkommission (Stiko) gibt eine Empfehlung ab.

Zweiter Corona-Booster für Risikogruppen

In der 18. Aktualisierung der Stiko-Impfempfehlung von Februar 2022 heißt es: „Des Weiteren empfiehlt die STIKO besonders gesundheitlich gefährdeten bzw. exponierten Personen nach abgeschlossener COVID-19-Grundimmunisierung und erfolgter 1. Auffrischimpfung eine 2. Auffrischimpfung mit einem mRNA-Impfstoff“. In diese Gruppe fallen dem Ärzteblatt zufolge beispielsweise Menschen ab 70 Jahren, Bewohner und Betreute in Einrichtun­gen der Pflege sowie Kinder und Erwachsene mit Immunschwäche ab fünf Jahren so­wie Tätige in medizinischen Einrichtungen und Pflegeeinrichtungen.

Auch zum Zeitpunkt der 2. Auffrischungsimpfung gibt die Stiko eine Empfehlung ab. Diese soll bei Risikogruppen frühestens drei Monate nach der ersten Moderna- oder Biontech-Auffrischimpfung erfolgen. Weiter heißt es vonseiten der Stiko: „Ebenfalls empfohlen wird die 2. Auffrischimpfung Tätigen in medizinischen Einrichtungen und Pflegeeinrichtungen, hier jedoch frühestens 6 Monate nach der 1. Auffrischimpfung“.

Für Risikogruppen wie Immunschwache und Menschen, die engen Kontakt zu diesen Gruppen haben, gilt dem Ärzteblatt zufolge: Denjenigen, die nach der ersten Auffrischimpfung eine Corona-Infektion durchgemacht haben, wird von der Stiko keine weitere Auffrischimpfung empfohlen. Auch für alle anderen, etwa gesunde Erwachsene, die nicht im Gesundheitswesen arbeiten, gibt es bislang keine Stiko-Empfehlung für einen zweiten Booster. (jg)

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