Beratungsangebote

Viele Probleme mit Einstufung in den Pflegegrad

Die Deutsche Stiftung Patientenschutz bietet Beratung zu Themen rund um Pflege an: vom Pflegegrad, über Eigenteile bis zu Patientenverfügungen. Foto: Arno Burgi
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Die Deutsche Stiftung Patientenschutz bietet Beratung zu Themen rund um Pflege an: vom Pflegegrad, über Eigenteile bis zu Patientenverfügungen. Foto: Arno Burgi

Braucht ein Familienmitglied plötzlich Pflege, ist dies für die Angehörigen oft eine große Herausforderung. Bereits die Einstufung in den Pflegegrad bereitet vielen Schwierigkeiten. Für Betroffene gibt es verschiedene Beratungsangebote.

Dortmund (dpa) - Immer mehr Menschen suchen bei Patientenschützern Hilfe wegen Problemen bei der Einstufung in den richtigen Pflegegrad. Die Deutsche Stiftung Patientenschutz registrierte im vergangenen Jahr eine gestiegene Zahl an Nachfragen zu diesem Thema, wie sie in ihrer Jahresbilanz mitteilte.

«Immer wieder mussten wir Widersprüche wegen einer zu niedrigen Einstufung einlegen», sagte Vorstand Eugen Brysch. Insgesamt hat die Deutsche Stiftung Patientenschutz im abgelaufenen Jahr wie schon 2017 über 33.000 Beratungsgespräche geführt. Bürger können ein Servicetelefon für eine erste Beratung kostenlos nutzen. Intensivgespräche sind Mitgliedern, Pflegebedürftigen ab Pflegegrad 4 sowie schwer demenzkranken Menschen und ihren Angehörigen vorbehalten.

Die intensiven Beratungen in akuten Krisen hätten zugenommen, berichtete die Stiftung. 4200 Mal berieten die Patientenschützer in solchen Fällen, eine Zunahme um 16 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Neben Beratungen zum Pflegegrad hatten die Menschen auch Fragen zu gestiegenen Eigenanteilen im Pflegeheim oder suchten Unterstützung bei der Auseinandersetzung mit Krankenkassen, Ärzten oder Heimen.

Ungebrochen hoch sei der Hilfsbedarf bei Patientenverfügungen. 11.200 Beratungen hat die Stiftung zu Fragen rund um Vollmachten und Vorsorgedokumenten 2018 durchgeführt - ähnlich häufig wie schon im Vorjahr. «Viele merken, dass es für eine gute Patientenverfügung nicht ausreicht, einfach Vordrucke aus dem Internet auszufüllen», sagte Brysch.

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