Tuberkulose: Infektionsweg und Symptome

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Tuberkulose-Erreger sind aerobe, unbewegliche, langsam wachsende, stäbchenförmige Bakterien der Familie Mycobacteriaceae, Genus Mycobacterium.

Tuberkulose wird durch Bakterien ausgelöst. Die Krankheitserreger wird durch eine Tröpfcheninfektion - durch Husten und Niesen - übertragen. Die Krankheit beginnt mit diffusen Symptomen.

Die Tuberkulose ist eine Infektionskrankheit, die sich wie eine Grippe über Tröpfcheninfektion überträgt. Sie befällt in den meisten Fällen die Lunge, kann aber auch jedes andere Organ betreffen. Erkrankte leiden unter Kraftlosigkeit, Nachtschweiß, Gewichtsabnahme und andauerndem Husten.

Tuberkulose wurde früher auch Schwindsucht genannt. Sie ist in den allermeisten Fällen heilbar, ist aber trotzdem weiterhin eine der weltweit gefährlichsten Infektionskrankheiten.

Auslöser der Tuberkulose sind Bakterien (Mycobacterium tuberculosis). Die Erreger ähnelt dem der Lepra. Ähnlichkeiten gibt es auch bei der Behandlung: Bei Tuberkulose kommt in der Regel ein Mix aus vier Antibiotika zum Einsatz, bei der Lepra sind es drei. Die Therapie dauert mehrere Monate. Ohne Behandlung stirbt jeder zweite Patient an Tuberkulose, jeder zweite Überlebende erleidet bleibende Schäden.

Bevor es wirksame Antibiotika gegen die Tuberkulose gab, war die Krankheit auch in Westeuropa eine Volkskrankheit - die vielfach auch in der Literatur behandelt wurde. Ein bekanntes Beispiel ist der Roman „Der Zauberberg“ von Thomas Mann, der in einem Tuberkulose-Sanatorium spielt. Heute sind die Fallzahlen in den Industrieländern vergleichsweise niedrig.

Risiko in Berlin, Hamburg und Bremen

In Deutschland machen sich Experten allerdings Sorgen darum, dass die Zahl der Erkrankungen kaum noch sinkt. Dem Roland-Koch-Institut (RKI) wurden in diesem Jahr deutschlandweit bereits 1892 Tuberkulose-Fälle gemeldet, im gesamten Jahr 2013 waren es 4328. In Bayern waren es bislang 295 und im Jahr 2013 insgesamt 588.

Tuberkulose (TB) ist laut dem RKI die weltweit am häufigsten zum Tod führende, heilbare Infektionskrankheit. In Deutschland werde die Impfung gegen TB seit einiger Zeit (1998) nicht empfohlen, weil die Krankheit hierzulande inzwischen relativ selten auftritt und die Wirksamkeit der Impfung nicht sicher belegt ist.

Tuberkulose - Symptome

Die Beschwerden bei Tuberkulose (TB) sind demnach anfangs meist uncharakteristisch: Gewichtsabnahme, Fieber, vermehrtes Schwitzen, Appetitmangel oder Müdigkeit sind mögliche Symptome. Atemwegsbeschwerden können in Form von Husten, Schmerzen im Brustkorb und Atemnot auftreten. Besteht ein Husten länger als drei Wochen, sollte er unbedingt ärztlich untersucht werden, rät das RKI.

Tuberkulose-Diagnose

Für die Diagnose sind deshalb neben der Krankheitsgeschichte auch mikrobiologische oder immunologische Tests notwendig. Mögliche Tuberkulose-Testverfahren sind zum Beispiel der Tuberkulin-Test oder der Interferon-Gamma-Test.

Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) hat Infos zu Tuberkulose in einer pdf zusammengestellt.

Infos zum Schutz vor Infektionskrankheiten finden Sie auch unter www.infektionsschutz.de

dpa/ml

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