Tausenden Patienten drohen Probleme mit ihrer künstlichen Hüfte

Berlin - Im Streit über die Haltbarkeit von Hüftprothesen hat der Berliner Anwalt Jörg Heynemann Strafanzeige gegen den Hersteller DePuy gestellt.

Das meldete das Magazin “Der Spiegel“ am Samstag vorab. Möglicherweise müssten sich bis zu 5.500 Menschen in Deutschland erneut operieren lassen, weil die Prothesen der Firma vorzeitig kaputt gingen.

Das Tochterunternehmen der Firma Johnson & Johnson habe das künstliche Hüftgelenk im September 2010 vom Markt genommen, nachdem in anderen Ländern ungewöhnlich viele Patienten Beschwerden gehabt hätten.

In Deutschland wüssten viele Patienten noch nichts von den drohenden Problemen, weil es kein zentrales Prothesenregister gebe. Die nordrhein-westfälische Gesundheitsministerin Barbara Steffens (Grüne) wolle nun einen neuen Vorstoß für ein solches Register unternehmen.

dapd

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