Heilung durch Schreiben

Warum Sie anfangen sollten, Tagebuch zu schreiben

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Tagebücher können sich positiv auf die Gesundheit auswirken.

Ein Tagebuch hilft laut Experten und Studien für ein besseres gesundheitliches Wohlbefinden.

Tagebücher dienen bei den meisten Menschen dazu, Gedanken und/oder Geheimnisse festzuhalten. Dass sie auch aus medizinischer Sicht sehr nützlich sein können, wissen wir spätestens seit der Empfehlung eines Kontakt-Tagebuchs* von Christian Drosten. Letzteres soll dabei helfen, Coronavirus-Ansteckungen zurückverfolgen zu können. Doch Tagebücher können auch als Behandlung von diversen Beschwerden und Krankheiten verwendet werden.

Tagebücher helfen bei chronischen Beschwerden und diversen Krankheiten

Einem Bericht von welt.de zufolge können Tagebücher heilsame Wirkungen haben – und das auf vielerlei Arten. Studien hätten mittlerweile erwiesen, dass sogenanntes „expressives Schreiben“ unter anderem bei Asthma, Gelenkbeschwerden bei Rheuma und bei weiteren chronischen Beschwerden Abhilfe leisten kann. Sogar bei Aids-Kranken soll die Viruskonzentration sinken und Infarktpatienten müssten weniger Medikamente zu sich nehmen.

Was ist „expressives Schreiben“? Diese Technik wurde vor über 30 Jahren vom US-amerikanischen Psychologen James W. Pennebaker entwickelt. Drei bis fünf Tage in Folge nimmt man sich dafür 15 Minuten Zeit, um belastende Dinge niederzuschreiben.

Eine Anleitung dafür bietet Silke Heimes, Ärztin und Professorin für Journalistik, in ihrem Buch „Ich schreibe mich gesund“(werblicher Link). Darin beschreibt sie ein 12-Wochen-Programm, welches dabei helfen soll, bestimmte Muster und Situationen zu erkennen, bei denen Beschwerden verstärkt zum Vorschein kommen. Dadurch soll es leichter fallen, diese zu umgehen oder besser mit ihnen klarzukommen. Allerdings erklärt Heimes gegenüber welt.de: „Natürlich ersetzen Stift und Papier keine medizinische Behandlung“. Aber ein Tagebuch helfe dabei, mit den psychischen Belastungen umzugehen, die mit schweren Erkrankungen wie Krebs einhergehen.

Lesen Sie auch: Vier Anzeichen: So einfach erkennen Sie, ob Ihr Herz gesund ist.

Schreiben kann auch bei Depressionen und Burn-Out helfen

Eine ähnliche Methode hat eine Arbeitsgruppe von Psychologen aus Jena entwickelt. Beim Ressourcentagebuch konzentriert man sich auf positive Erlebnisse und eigene Stärken. Dadurch soll nicht nur die Stimmung besser werden, auch Arztbesuche und körperliche Beschwerden sollen sich verringern. Besonders für Menschen mit hohem Depressions- oder Burn-Out-Risiko soll ein Ressourcentagebuch hilfreich sein.

Eine mögliche Vorgehensweise beim Ressourcentagebuch ist, sich jeden Tag Notizen zu machen und einen Monat lang pro Woche drei Fragen stellt, zum Beispiel:

  • Wann habe ich mich zuletzt wohlgefühlt?
  • Was mag ich an mir?
  • Wofür bin ich dankbar?

Ob man sich ein Tagebuch kauft, am Computer eine Datei anlegt oder einfach auf einem Blatt Papier schreibt, spielt übrigens keine Rolle. Hierbei kann man die persönlich bevorzugte Variante frei wählen. (ök) *merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Redaktionsnetzwerks.

Auch interessant: In Stunden: Diese Menge Freizeit ist perfekt und macht zufrieden.

Warum uns die Natur so gut tut

Annette Bernjus leitet Achtsamkeitsübungen an, wenn sie mit den Teilnehmern ihrer Kurse so wie hier im Wald unterwegs ist. Foto: Manfred Bernjus/embe-Foto
Annette Bernjus leitet Achtsamkeitsübungen an, wenn sie mit den Teilnehmern ihrer Kurse so wie hier im Wald unterwegs ist. Foto: Manfred Bernjus/embe-Foto © Manfred Bernjus
Zum Themendienst-Bericht von Bernadette Winter vom 22. August 2018: Prof. Dr. med. Andreas Michalsen ist Chefarzt der Abteilung Naturheilkunde im Immanuel Krankenhaus Berlin. Foto: Anja Lehmann/Immanuel Krankenhaus Berlin
Zum Themendienst-Bericht von Bernadette Winter vom 22. August 2018: Prof. Dr. med. Andreas Michalsen ist Chefarzt der Abteilung Naturheilkunde im Immanuel Krankenhaus Berlin. Foto: Anja Lehmann/Immanuel Krankenhaus Berlin © Anja Lehmann
Wer im Wald "badet", soll nicht nur die Geräusche des Waldes bewusst aufnehmen, sondern die Umgebung auch mit den anderen Sinnen erleben. Foto:Manfred Bernjus/embe-Foto
Wer im Wald «badet», soll nicht nur die Geräusche des Waldes bewusst aufnehmen, sondern die Umgebung auch mit den anderen Sinnen erleben. Foto:Manfred Bernjus/embe-Foto © Manfred Bernjus
Achtsamkeitsübung im Wald. Annette Bernjus rät, dort ganz bewusst zu pausieren. Foto: Manfred Bernjus/embe-Foto
Achtsamkeitsübung im Wald. Annette Bernjus rät, dort ganz bewusst zu pausieren. Foto: Manfred Bernjus/embe-Foto © Manfred Bernjus
Einfach mal einen Baum umarmen: Annette Bernjus leitet die Teilnehmer ihrer Seminare an, die Natur wieder bewusster wahrzunehmen. Foto: Manfred Bernjus/embe-Foto
Einfach mal einen Baum umarmen: Annette Bernjus leitet die Teilnehmer ihrer Seminare an, die Natur wieder bewusster wahrzunehmen. Foto: Manfred Bernjus/embe-Foto © Manfred Bernjus
Dirk Teegelbekkers ist Geschäftsführer von PEFC Deutschland. Foto: Franziska Gabbert
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