Heuschnupfen ade

Allergie-Gefahr: Bäume bekommen Hormonspritzen

+
Niesanfälle, juckende Augen oder ein kratziger Hals -  Allergiker reagieren auf Blütenstaub oder Samen.

Heuschnupfen ist einfach lästig. Doch Hormonspritzen für Bäume sollen Allergikern das Leben leichter machen. Die Stadtverwaltung Melbourne (Australien) probiert eine neue Methode jetzt aus.

Weil sie Menschen zum Niesen reizen, sollen Bäume in der australischen Metropole Melbourne Hormonspritzen bekommen. Der Versuch laufe bereits im zweiten Jahr, sagte eine Sprecherin der Stadtverwaltung am Montag. Stein des Anstoßes sind Platanen. Sie bilden Härchen neben ihren Samen, die bei einigen Menschen Nase, Hals und Augen reizen.

„Wir testen in der Natur vorkommende Pflanzenhormone, um das Blühen der Bäume zu unterbinden“, sagte die Sprecherin. Erste Versuche mit Injektionen in die Stämme seien wenig vielversprechend gewesen. Nun würden die Hormone in den Boden um die Stämme der Platanen gespritzt.

Die Stadt habe rund 5000 Platanen. Problematisch seien aber vor allem die Bäume in den Gegenden mit Straßencafés. Café-Besitzer hatten Alarm geschlagen. „Die Leute wollen ihren Cappuccino schließlich nur mit Milchschaum und nichts anderem darauf genießen“, sagte Ian Shears, in der Stadtverwaltung zuständig für Landschaftsgestaltung, dem Rundfunksender ABC.

Die kugeligen Sammelfrüchte der Platanen bleiben in der Regel über den Winter hinweg am Baum. Danach zerfallen sie und setzen dabei ihre Härchen frei. Platanen waren ursprünglich vor allem auf der Nordhalbkugel verbreitet, werden aber auch in Australien angepflanzt.

dpa

Mehr zum Thema:

Selbstversuch unseres Redakteurs an Schwebebalken und Barren

Selbstversuch unseres Redakteurs an Schwebebalken und Barren

Das ist der BVB

Das ist der BVB

Wahnsinnstat von Melbourne: Auto rast in Menschenmenge

Wahnsinnstat von Melbourne: Auto rast in Menschenmenge

Zutraulich und zäh: Exmoor-Ponys gehören zu den Wildpferden

Zutraulich und zäh: Exmoor-Ponys gehören zu den Wildpferden

Meistgelesene Artikel

Grippewelle 2017: Bisher schon 11.000 Influenza-Fälle

Grippewelle 2017: Bisher schon 11.000 Influenza-Fälle

Kälte ist gefährlich für das Herz

Kälte ist gefährlich für das Herz

Grippewelle 2016/2017: Das müssen Sie zu Influenza wissen

Grippewelle 2016/2017: Das müssen Sie zu Influenza wissen

Dschungeldiät stellt Gefährliches mit dem Körper an

Dschungeldiät stellt Gefährliches mit dem Körper an

Kommentare