Tag des Fußes

Die richtige Pflege für Diabetiker-Füße

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Ein Fuß besteht aus 28 Knochen und 33 Gelenken. Über 100 Bänder halten sie zusammen, 20 Muskeln mit ihren starken Sehnen sorgen für die Bewegung und für festen Stand.

Die Sommersandalen bringen ans Licht, was die Winterstiefel verbargen: Die Füße tragen uns durch das ganze Leben. Doch leider kümmern sich viele Menschen kaum darum, sie gesund zu halten.  

Die Folge sind nicht nur Risse in der Hornhaut, Pilzerkrankungen von Haut und Nägeln sowie Fehlstellungen durch falsches Schuhwerk. Vor allem bei Menschen, die unter Diabetes leiden, kann aus einer harmlosen Druckstelle schnell eine gefährliche Entzündung werden. Am Tag des Fußes (26. Juni) machen Podologen daher darauf aufmerksam, wie wichtig die richtige Fußpflege gerade für Zuckerkranke ist.

Geschädigte Nerven

Wer an Diabetes leidet, kämpft ständig gegen einen zu hohen Blutzuckerspiegel. Insbesondere wenn dieser nicht gut eingestellt ist, kommt es oft zu Folgeerkrankungen. Betroffen sind vor allem die Blutgefäße, aber auch die Nerven. „Es kommt zu einer diabetischen Neuropathie“, erklärt Dirk Reher, Präsident des Zentralverbands der Podologen Deutschlands.

Etwa jeder dritte Zuckerkranke leidet irgendwann darunter. Die Nervenschädigung tritt dabei zunächst meist an den Füßen auf. Sie beginnen zu kribbeln und fühlen sich zunehmend taub an. Doch dabei bleibt es nicht: Denn auch die Wundheilung ist meist gestört. Die Betroffenen spüren einerseits Verletzungen kaum, zudem entzünden sich diese leicht. Die Folge sind schwer heilende Wunden, die nicht selten Amputationen nötig machen.

Urea und Feile

„Deshalb ist es für Diabetiker sehr wichtig, dass sie auf die richtige Fußpflege achten“, sagt Podologe Reher. Er empfiehlt, die Füße nicht nur täglich zu reinigen und danach gut abzutrocknen. Betroffene sollten sie dabei immer sorgfältig auf kleine Verletzungen untersuchen.

Entdeckt man eine Wunde, heißt es: Ab zum Arzt! Trockene Füße sollten mit geeigneten Cremes, die etwa Urea enthalten, gut gepflegt werden. Sonst können Risse entstehen. Wichtig ist es zudem, die Zehennägel oft zu kürzen, am besten mit einer Feile. Ergänzend sollte man regelmäßig einen medizinischen Fußpfleger aufsuchen. Tabu ist für Diabetiker außerdem das sonst so gesunde Barfußgehen. Reher empfiehlt, am Strand lieber Badeschuhe zu tragen.

sog

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