Pollenflug zu Weihnachten: Was bedeutet das für Allergiker?

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Der milde Winter sorgt dafür, dass sich bereits Haselpollen verbreiten. Allergiker, die gerade eine Hyposensibilisierung machen, benötigen möglicherweise eine andere Dosierung. Foto: Heiko Wolfraum

Mit den Haselpollen sind schon die ersten Frühblüher unterwegs. Die Folgen für Allergiker halten sich aber in Grenzen. Eine Hyposensibilisierung kann helfen, die Reaktion im Frühjahr abzuschwächen. Für die Therapie ist jetzt der beste Zeitpunkt.

Mönchengladbach (dpa/tmn) - Weihnachten steht vor der Tür, und es fliegen schon die ersten Pollen. Wegen der milden Witterung waren schon Anfang Dezember in einigen Regionen Haselpollen unterwegs, sagt Sonja Lämmel vom Deutschen Allergie- und Asthmabund (DAAB).

"Das war schon extrem früh." Doch was bedeutet das für Allergiker? Nicht viel, lautet die Antwort. Wer gerade eine Hyposensibilisierung macht, sollte unter Umständen mit dem Arzt Rücksprache halten, ob die Dosierung für Haselpollen angepasst werden muss. "Keinesfalls sollte man sie wegen des Pollenflugs abbrechen", sagt Lämmel. Auch Kirschblüte und Jasmin können im Moment schon blühen. Die gehören jedoch nicht zu den klassischen Pollen und machen kaum Probleme. Dazu kommt: Wenn es kälter wird, fliegen die Pollen nicht mehr.

Wer seine Allergie gegen Spätblüher wie Gräser- oder Beifußpollen bekämpfen will, sollte jetzt mit der Hyposensibilisierung starten, rät Lämmel. "Im November sind die letzten dieser Pollen unterwegs gewesen." Die kommen erst im Sommer bis Herbst wieder.

Bei der Langzeittherapie dauert die Einleitungsphase 16 Wochen. In der Zeit wird die Dosis Stück für Stück gesteigert. Dann erfolgt über drei bis fünf Jahre eine monatliche Erhaltungsdosis. Während der Einleitungsphase ist es besser, wenn die zu bekämpfenden Pollen nicht fliegen. Die Kurzzeittherapie unterscheidet sich durch die wesentlich kürzere Einleitungsphase von 3 Wochen. Danach kann sie ebenfalls über Jahre dauern. Lämmel weist aber darauf hin, dass Studien der langen Variante die insgesamt besseren Heilungschancen nachweisen.

Wer nun noch eine Hyposensibilisierung gegen einen Frühblüher plant, etwa Birke, sollte schnell damit beginnen, empfiehlt Lämmel. "Das kann eine erste Linderung im nächsten Jahr bringen."

Da die Hyposensibilisierung beim Arzt mit monatlichen Spritzen verbunden ist, brechen nicht wenige die über Jahre dauernde Therapie irgendwann ab. Eine Alternative kann sein, die Dosis in Tröpfchenform zu Hause einzunehmen. "Die Variante wird seltener abgebrochen."

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