Wie Patienten aus dem künstlichen Koma erwachen

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Samuel Koch wurde nach dem schweren Unfall bei "Wetten, dass..?" ins künstliche Koma versetzt.

Ein verletzter oder kranker Patient kann aufgrund verschiedener Gründe, etwa weil er operiert oder sein Zustand stabilisiert werden muss, in ein künstliches Koma versetzt werden.

Dabei werden ihm kontinuierlich künstliche Opiate verabreicht. Wenn die Ärzte zu dem Schluss kommen, dass der Patient wieder stabil ist, kann dieser aus dem künstlichen Koma geholt werden. “Wenn die Grunderkrankung überstanden ist, reduziere ich die Laufrate der Spritzenpumpen, um zu sehen, wie der Patient reagiert“, sagte Steffen Weber-Carstens, Oberarzt in der Klinik für Anästhesiologie an der Berliner Charité.

Denn es müsse erst geprüft werden, ob der Patient beispielsweise ohne künstliche Beatmung auskomme. “Wenn der Patient gut wachwerden kann, dann schalte ich die Medikamente komplett ab“, sagte Weber-Carstens weiter. Die Medikamente werden im Körper des Patienten gespeichert, deswegen dauert es eine Weile, bis der Körper diese gänzlich abgebaut hat.´

“Die Medikamente werden über die Leber und die Niere komplett abgebaut, das kann Stunden oder auch mehrere Tage dauern“, erklärte der Oberarzt weiter. Dementsprechend werde der Patient langsam wach. “Am Ende dieser Prozedur - und das ist meistens das Ziel - kann der Patient von der Beatmungsmaschine abgenommen und der Beatmungsschlauch entfernt werden.“ Samuel Koch, der am Samstagabend bei der “Wetten, dass..?“-Show gestürzt war und sich dabei schwere Verletzungen an der Halswirbelsäule zugezogen hatte, war am Sonntag im Uniklinikum Düsseldorf notoperiert und in ein künstliches Koma versetzt worden. Am Dienstagnachmittag erwachte der 23-Jährige aus dem künstlichen Koma.

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