Nicht nur im Eintopf: Steckrüben schmecken auch roh

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Lange Zeit aus der Küche verbannt: Steckrüben waren im Krieg ein Notessen. Nun sind sie wieder da. Foto: Holger Hollemann

Bonn (dpa/tmn) - Unsere Großeltern wollten die Steckrübe nach dem Krieg nicht mehr anrühren - sie war ihr Behelf in Notzeiten. Mittlerweile landet die Rübe aber wieder auf den Tellern der Deutschen. Und das nicht nur als Eintopf.

Der Steckrübeneintopf gehört zu den Klassikern der deutschen Küche. Doch die Rübe eignet sich für viele andere Zubereitungsarten, etwa gedünstet als Gemüsebeilage, in einer Cremesuppe oder geraspelt als Rohkost. Der Geschmack sei ähnlich dem von Kohlrabi, erklärt der Provinzialverband Rheinischer Obst- und Gemüsebauern in Bonn.

Die bis zu zwei Kilogramm schweren Wurzeln enthalten viele Vitalstoffe, beispielsweise Vitamin B1, B2 und C, aber auch lebenswichtige Mineralien, wie die Bundesvereinigung der Erzeugerorganisationen Obst und Gemüse (BVEO) erläutert. Deshalb kamen Steckrüben früher vor allem in Notzeiten auf den Tisch. Als es dann wieder andere Gemüsesorten gab, verbannten viele Köche die gesunde Rübe von der Speisekarte - sie hatten sie sprichwörtlich satt. Erst jetzt feiert sie wieder eine Renaissance, landet sogar auf den Tellern von Sternerestaurants. Auf der anderen Seite wissen viele Verbraucher nicht mehr, wie Steckrüben zubereitet werden.

Weil diese recht groß sind, wird für ein Gericht selten eine ganze Rübe verkocht: Geschält werden sollte daher nur der benötigte Teil - der Rest kann kühl rund eine Woche lang lagern. Dabei müssen Verbraucher die Schnittfläche aber mit Frischhaltefolie abdecken. Ungeschnittene Steckrüben halten sich sogar über einen Monat an einem dunklen und kühlen Ort.

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