Mit Missverständnissen aufgeräumt

Mythos Antibiotika: Darum müssen Sie eben nicht immer die ganze Packung nehmen

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Antibiotika.

Antibiotika sind eine Wunderwaffe - jedoch nur, wenn sie richtig eingenommen werden. Patienten sollten daher genau aufpassen, was der Arzt wie verschreibt.

  • Wer Antibiotika nimmt, sollte sich immer genau an die Anweisungen des Arztes halten.
  • Wichtig ist zum Beispiel, das Medikament so lange zu nehmen, wie es auf dem Rezept steht - und nicht vorher damit aufzuhören, auch wenn die Beschwerden besser werden.
  • Die ganze Packung müssen Patienten aber nicht immer nehmen, erklärt die Deutsche Gesellschaft für Infektiologie (DGI).

Manchmal reicht es, Antibiotika nur kurz zu nehmen

Denn auch für Antibiotika gelte den Angaben nach dieselbe Regel wie für andere Medikamente: So lange wie nötig, aber so kurz wie möglich. Bei manchen Erkrankungen reicht es, Antibiotika nur kurz zu nehmen - bei Harnwegsinfektionen etwa ist es manchmal nur ein Tag.

Eigenmächtig absetzen sollte man Antibiotika aber niemals. Patienten können aber ihren Arzt um Rat fragen und ihn gegebenenfalls ansprechen, wenn die Symptome lange vor Ende der Einnahmedauer verschwinden.

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Auch sonst ranken sich um Antibiotika viele Mythen und Missverständnisse, klagt die DGI: So könnten die Medikamente bei vielen Krankheiten zwar gute Dienste leisten oder sogar lebensrettend sein. Allerdings gilt das nur für bakterielle Infektionen. Bei Virusinfektionen wie der Grippe oder bei einer Erkältung helfen sie gar nichts - auch wenn viele Patienten das glauben.

Video: So wird die Darmflora nach einer Antibiotika-Kur wieder aufgebaut

Trotzdem kann es aber sein, dass ein Arzt in solchen Fällen ein Antibiotikum verschreibt: Nämlich dann, wenn die Grippe das Immunsystem so weit schwächt, dass noch eine bakterielle Infektion wie die Lungenentzündung hinzukommt.

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Diese Viren und Bakterien machen uns krank

HIV-Virus: Das Virus löst die Immunschwäche Aids aus. Rund 20 Jahre nach seiner Entdeckung ist Aids die verheerendste Infektionskrankheit, die die Menschheit seit der Pest im 14. Jahrhundert herausgefordert hat.  
HIV-Virus: Das Virus löst die Immunschwäche Aids aus. Rund 20 Jahre nach seiner Entdeckung ist Aids die verheerendste Infektionskrankheit, die die Menschheit seit der Pest im 14. Jahrhundert herausgefordert hat.   © dpa/dpaweb-mm
Pest Erreger Yersinia pestis: Die Infektionserkrankung wird erstmals im 6. Jahrhundert im Mittelmeerraum nachgewiesen. 1894 wird das Bakterium entdeckt. Heutzutage sind bei früher Diagnose die Heilungschancen durch Antibiotika hoch.
Pest Erreger Yersinia pestis: Die Infektionserkrankung wird erstmals im 6. Jahrhundert im Mittelmeerraum nachgewiesen. 1894 wird das Bakterium entdeckt. Heutzutage sind bei früher Diagnose die Heilungschancen durch Antibiotika hoch. © dpa
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Ebola Virus: Das Virus verursacht mit inneren Blutungen einhergehendes Fieber. In bis zu 90 Prozent der Fälle verläuft die Krankheit tödlich. Wissenschaftler arbeiten mit Hochdruck an einem Impfstoff. © dpa
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Grippe Virus: Antigene (gelbe und blaue Antennen) sitzen auf einer doppelten Fettschicht, die sich um die Erbsubstanz im Inneren schließt. Mit der Vermischung verschiedener Virentypen entstehen neue Erbsubstanzen und damit auch Antigene. © dpa/dpaweb
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Herpes Virus: Herpes simplex-Viren sind weltweit verbreitet. Nach einer Erstinfektion verbleibt das Virus in einem Ruhezustand lebenslang im Organismus.  © dpa
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Schweinegrippe Virus 1976: Die klassische Schweinegrippe ist ein Influenza-A-Virus vom Subtyp H1N1, der 1930 erstmals isoliert wurde. Daneben sind auch die drei Subtypen H1N2, H3N2 und H3N1 von Bedeutung. © dpa
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Schweinegrippe Virus unter einem Transmissionselektronenmikroskop: 2009 brach die Schweinegrippe in Mexiko aus. Dabei handelt es sich um ein mutiertes Schweinegrippevirus vom Subtyp H1N1, das anders als gewöhnlich auch von Mensch zu Mensch übertragen werden kann. © dpa
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Spanische Grippe Virus: Die Spanische Grippe (1918) gilt als die schlimmste Grippe-Pandemie aller Zeiten. Bei der Spanischen Grippe handelt es sich um den Virenstrang H1N1, der besonders junge Menschen dahin raffte. Experten schätzen die Zahl der Opfer auf 40 bis 50 Millionen. © dpa
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Vogelgrippe Influenza-A: Schema des Influenza-A-Virus (Computer-Darstellung von Januar 2006). Der aggressive Vogelgrippe-Virus des Subtyps H5N1 gehört zur Gruppe der Influenza-A-Viren, ebenso wie die zahlreichen menschlichen Grippeviren. Das Virus ist kugelrund, sein Durchmesser beträgt nur 0,1 tausendstel Millimeter. In seinem Inneren ist lediglich Platz für ein paar Proteine und die Erbsubstanz. © dpa

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