Herzzerreißend

Mutter glaubt, sie habe Pickel am Po - wenig später ist sie tot

Nach einem Familienurlaub entdeckt Carol Martin einen riesigen Pickel an ihrer Kehrseite. Doch die Ärzte winken ab – bis es zu spät ist.

Carol Martins Familie kann immer noch nicht fassen, was passiert ist. Sie hat ihre geliebte Mutter verloren – weil die Ärzte ihr nicht glauben wollten, dass etwas mit ihr nicht stimmte. Die Tragödie nahm im Februar dieses Jahres ihren Lauf, als die Martins aus dem US-Bundesstaat Indianapolis aus ihrem Florida-Urlaub zurückkehrten.

Nekrotisierende Fasziitis: Frau steckt sich mit fleischfressendem Bakterium an

Carol Martin entdeckte nur kurz darauf einen Pickel an einer Pobacke, der mehrere Zentimeter groß war. Zudem verriet sie ihrem Mann, dass er sehr schmerzen würde. Als sich der Pickel immer weiter zu entzünden schien, ging sie schließlich zum Arzt. Der gab ihr allerdings nur Antibiotika und ein Heizkissen – und schickte sie wieder nach Hause. Ein fataler Fehler.

Auch tragisch: Dieser Frau musste nach einem Insektenbiss Beine und Arm amputiert werden.

Schließlich entstand eine Wunde, die eine immer größer werdende Infektion nach sich zog. Erst beim dritten Arztbesuch, willigten diese ein, eine Gewebeprobe zu entnehmen. Die erschütternde Diagnose: Die US-Amerikanerin hatte sich mit einem fleischfressenden Bakterium angesteckt, der sogenannten n ekrotisierenden Fasziitis.

Dabei handelt es sich um eine sehr seltene Bakterieninfektion, welche die Haut und das darunter liegende Gewebe zerstört. Typische Symptome sind

  • plötzlicher, heftiger Schmerz
  • gerötete, geschwollene, warme Haut
  • Hautbläschen
  • Fieber
  • Schüttelfrost
  • Übelkeit
  • Erbrechen

Erfahren Sie hier: Dieser Familienvater kaut Fingernägel - kurz darauf kämpft er um sein Leben.

Frau stirbt wenig später an Infektion - war der Hotel-Pool schuld?

Sofort kam Martin ins Krankenhaus. Doch die Ärzte konnten ihr Leben nicht mehr retten:16 Tage nach ihrer Einweisung verstarb sie wenig später zuhause im Kreise ihrer Liebsten. Nun äußerte ihr trauernder Ehemann den Verdacht, dass sie sich die Infektion wohl im Whirlpool des Hotels in Florida zugezogen hatte. Schließlich sei sie die Einzige von ihnen gewesen, die ihn genutzt habe, verriet er gegenüber dem US-Fernsehsender WFLA.

Lesen Sie auch: Dieser Familienvater hat plötzlich starke Schmerzen - und bettelt am Ende nur noch um eine Beinamputation.

jp

Aufgepasst: Das sind die acht häufigsten Irrtümer über Zecken

Von April bis September lauern sie auf ihre Wirte: Holzbock, Schafzecke oder die braune Hundezecke. Doch über Zecken existieren etliche Mythen. Wir klären die häufigsten Irrtümer auf.
Von April bis September lauern sie auf ihre Wirte: Holzbock, Schafzecke oder die braune Hundezecke. Doch über Zecken existieren etliche Mythen. Wir klären die häufigsten Irrtümer auf. © dpa
Mythos I: Zecken fallen nur von Baumkronen.
Mythos I: Zecken fallen nur von Baumkronen. © dpa
Dass Zecken nur von Bäumen auf ihre Wirte fallen, ist ein weit verbreiteter Irrglaube. Die Blutsauger halten sich vielmehr in hohen Gräsern und im Unterholz in einer Höhe von bis zu 1,50 Meter auf. Entsprechend sollte bei Spaziergängen geschlossene Kleidung mit langen Ärmeln und langen Hosen getragen werden.
Dass Zecken nur von Bäumen auf ihre Wirte fallen, ist ein weit verbreiteter Irrglaube. Die Blutsauger halten sich vielmehr in hohen Gräsern und im Unterholz in einer Höhe von bis zu 1,50 Meter auf. Entsprechend sollte bei Spaziergängen geschlossene Kleidung mit langen Ärmeln und langen Hosen getragen werden. © dpa
Mythos II: Zecken mit Öl und Klebstoff entfernen.
Mythos II: Zecken mit Öl und Klebstoff entfernen. © dpa
Ja keine Zeckenbeseitigung mit Hilfe von Öl und Klebstoff. Die Zecke wird dadurch zwar erstickt, gibt aber im Todeskampf vermehrt Viren (FSME) und Bakterien (Borreliose) in die Blutbahn ab. Die Zecke sollte nur mit einer Zeckenpinzette oder ärztlich entfernt werden.
Ja keine Zeckenbeseitigung mit Hilfe von Öl und Klebstoff. Die Zecke wird dadurch zwar erstickt, gibt aber im Todeskampf vermehrt Viren (FSME) und Bakterien (Borreliose) in die Blutbahn ab. Die Zecke sollte nur mit einer Zeckenpinzette oder ärztlich entfernt werden. © dpa
Mythos III: Ein weiterer Irrtum ist, dass Zecken sofort entfernt werden müssen.
Mythos III: Ein weiterer Irrtum ist, dass Zecken sofort entfernt werden müssen. © ap
Zecken: Die häufigsten Irrtümer
Ruhe bewahren: Denn wenn Zecken zu abrupt von der Haut entfernt werden, können Teile ihres Körpers abreißen und zu Infektionen führen. © ap
Mythos IV: Infektionen durch Zecken gibt es nur in Risikogebieten.
Mythos IV: Infektionen durch Zecken gibt es nur in Risikogebieten. © ap
Infizierte Zecken gibt es überall in Deutschland. Es ist also auch überall von möglichen Infektionen auszugehen.
Infizierte Zecken gibt es überall in Deutschland. Es ist also auch überall von möglichen Infektionen auszugehen. © ap
Mythos V: Eine Zeckeninfektion ist kein Unfall.
Mythos V: Eine Zeckeninfektion ist kein Unfall. © ots
Falsch ist die Annahme, dass Zeckenbissinfektionen nicht von der Unfallversicherung abgedeckt werden. Eine aus einer Infektion mit einem Erreger der Infektionskrankheiten Borreliose und Frühsommermeningitis resultierende Invalidität ist in der Unfallversicherung mitversichert.
Falsch ist die Annahme, dass Zeckenbissinfektionen nicht von der Unfallversicherung abgedeckt werden. Eine aus einer Infektion mit einem Erreger der Infektionskrankheiten Borreliose und Frühsommermeningitis resultierende Invalidität ist in der Unfallversicherung mitversichert. © ots
Mythos VI: Mit richtiger Kleidung kann ich mich schützen.
Mythos VI: Mit richtiger Kleidung kann ich mich schützen. © dpa
Im Prinzip halten Gummistiefel und lange Hosen Zecken ab oder zumindest auf. Sicheren Schutz kann Kleidung allein jedoch nicht gewähren. Zecken können auf der Suche nach einer geeigneten Stichstelle eine ganze Weile herumkrabbeln.
Im Prinzip halten Gummistiefel und lange Hosen Zecken ab oder zumindest auf. Sicheren Schutz kann Kleidung allein jedoch nicht gewähren. Zecken können auf der Suche nach einer geeigneten Stichstelle eine ganze Weile herumkrabbeln. © dpa
Mythos VII: Zecken können verhungern.
Mythos VII: Zecken können verhungern. © zecken.de
Mit einer einzigen Blutmahlzeit kann eine Zecke sehr lange überleben. Im Labor konnten Zecken, die vorher Blut gesaugt hatten, bis zu zehn Jahre lang ohne weitere Nahrung überleben.
Mit einer einzigen Blutmahlzeit kann eine Zecke sehr lange überleben. Im Labor konnten Zecken, die vorher Blut gesaugt hatten, bis zu zehn Jahre lang ohne weitere Nahrung überleben. © zecken.de
Mythos VIII: FSME Frühsommer-Menigoenzephalitis kommt nur im Frühsommer vor.
Mythos VIII: FSME Frühsommer-Menigoenzephalitis kommt nur im Frühsommer vor. © zecken.de
Der Name der Krankheit täuscht. Die Zecken, die FSME übertragen, sind ab sieben Grad Celsius aktiv. Liegt im Winter über einen längeren Zeitraum die Temperatur darüber, bleiben die Zecken aktiv und können auch in dieser Jahreszeit zustechen und Menschen infizieren.
Der Name der Krankheit täuscht. Die Zecken, die FSME übertragen, sind ab sieben Grad Celsius aktiv. Liegt im Winter über einen längeren Zeitraum die Temperatur darüber, bleiben die Zecken aktiv und können auch in dieser Jahreszeit zustechen und Menschen infizieren. © zecken.de

Rubriklistenbild: © Facebook / Tonya Parish (Screenshot)

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