Rapper klären über Virus auf

Musik als Ebola-Prävention?

Die tückische Krankheit Ebola hat bereits mehreren tausend Menschen das Leben gekostet. Afrikanische Musiker wollen nun in ihren Rap-Songs über das Virus aufklären.

Der Mann trägt Latexhandschuhe und einen Arztkittel. Mit ernster Miene blickt der senegalesische Rapper Xuman in die Kamera und rappt zur Melodie des Welthits "Umbrella" von Rihanna und Jay-Z über das gefährliche Ebola-Virus. Zwischendurch werden dramatische Bilder von Krankenlagern und Infizierten gezeigt. Mit dem Song "Ebola Est Là" ("Ebola ist da") möchte er auf originelle Art und Weise über die Krankheit aufklären.

Und Xuman ist nicht der Einzige, der die Musik zum Sprachrohr der Ebola-Prävention gemacht hat. Viele afrikanische Musiker deren Heimatländer von der Epidemie heimgesucht werden, verbreiten mit ihren Raps Fakten über das Virus. Sie geben zum Beispiel Hygienetipps und warnen vor dem Berühren von Infizierten oder Toten. Auch auf die Gefahren des Verzehres von Wildfleisch wird hingewiesen. "Auch wenn ihr Affen mögt, Paviane, Fledermaus, esst das Fleisch nicht", fordert Samuel "Shadow" Morgan aus Liberia in seinem Song "Ebola in Town" auf.

Außerdem wird in vielen Songs gegen Verschwörungstheorien angekämpft. Der Glaube, das Virus sei von den Weißen eingeführt worden, um die schwarze Bevölkerung Afrikas zu dezimieren, ist immer noch weit verbreitet.

Die meisten Lieder sind auf Englisch und Französisch. Aber auch die zahlreichen afrikanischen Sprachen sind vertreten, beispielsweise bei der Gruppe Y'en a Marre in der senegalesischen Sprache Wolof. Über die Wirksamkeit der musikalischen Aufklärung lässt sich allerdings wenig sagen.

kap

Rubriklistenbild: © Screenshot Youtube

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