Unterzucker?

Morgens abgeschlagen: Warnzeichen bei Diabetes

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Nur ein ruhiger Schlaf ist ein erholsamer. 

Bei Diabetikern kann das vorkommen: Man wacht auf und fühlt sich wie gerädert. Außerdem hat man nachts übermäßig geschwitzt. Das ist nicht nur unangenehm, sondern auch ein Warnzeichen.

Wachen Diabetiker morgens verschwitzt und abgeschlagen auf, kann der Grund dafür eine nächtliche Unterzuckerung sein. Auch ein erhöhter Nüchternblutzucker am Morgen kann ein Anzeichen sein.

Grund: Die Unterzuckerung löst eine entsprechende Gegenregulation des Körpers aus. Darauf weist die Zeitschrift "Diabetes Ratgeber" auf ihrer Homepage hin. Häufig liegt eine nächtliche Unterzuckerung einfach an einer falsch berechneten Insulin-Dosis. Auch Sport am Abend kann dahinterstecken - dann sollte die Insulin-Dosis vorher verringert werden.

Außerdem kann Alkohol zu Unterzuckerung in der Nacht führen. Wer etwas getrunken hat, geht am besten mit erhöhten Werten ins Bett, rät die Zeitschrift. Betroffene besprechen idealerweise mit ihrem Arzt, wie sie die nächtlichen Unterzuckerung in den Griff bekommen.

Wer von Diabetes spricht, meint meist Diabetes Typ 2.

Diabetes: Das sollten Sie wissen

Mehrere Millionen Menschen in Deutschland leiden unter einer Vorstufe von Diabetes, wissen aber nichts von der Gefahr. Die Krankheitszeichen sind oft recht allgemein, doch folgende Alarmsignale können auf einen krankhaft erhöhten Blutzuckerspiegel hinweisen. © dpa/dak
1. Verschwommenes Sehen © dpa/dak
2. Taube Hände und Füße © dpa/dak
3. Heißhunger © dpa/dak
4. Übermäßiger Harndrang © dpa/dak
5. Anhaltende Müdigkeit © dpa/dak
6. Plötzlicher Gewichtsverlust © dpa/dak
7. Ständiger Durst © dpa/dak
8. Sexuelle Störungen © dpa/dak
9. Schlecht heilende Wunden © dpa/dak
Ohne Zucker geht beim Menschen gar nichts: Weder würden die Beine einen Schritt gehen, noch das Gehirn einen klaren Gedanken fassen. Wie der Automotor Benzin, so verbrennt unser Körper Traubenzucker und bezieht daraus seine Energie. Allein das Gehirn verbraucht 140 Gramm pro Tag! © dpa/dak
Der Körper holt sich die Glukose aus der Nahrung, über das Blut wird es zu den Organen transportiert und hineingeschleust. Doch dieser Glukose-Stoffwechsel ist bei jedem zehnten Menschen gestört. © dpa/dak
Eine Schlüssel- rolle spielt das Hormon Insulin, das für die Aufnahme des Zuckers in die Organe verantwortlich ist. Es verliert zunächst unbemerkt seine Wirkung. Um die gleiche Menge Zucker zu verarbeiten, wird also mehr Insulin benötigt. Der Körper produziert immer mehr Insulin, bis die dafür zuständigen Zellen in der Bauchspeicheldrüse zugrunde gehen. © dpa/dak
In Folge steigt der Blutzucker im Blut drastisch an, die Organe werden nicht mehr ausreichend mit Treibstoff und Sauerstoff versorgt. Die Folgen sind dramatisch wie Herzinfarkte, Nierenschäden oder schlecht heilendes Gewebe. © dak
Pro Jahr werden in Deutschland 28.000 Füße von Diabetikern amputiert. Mithilfe einer speziellen Stimmgabel überprüft hier der Arzt das Vibrationsempfinden des Fußes und kann davon weitere Maßnahmen ableiten. © dpa/obs
Die Deutsche Diabetes-Gesellschaft empfiehlt über 45-Jährigen alle drei Jahre eine sogenannte Nüchtern-Blutglukosebestimmung beim Hausarzt. Früh erkannt, ist die Krankheit gut behandelbar. Wird Diabetes heilbar? Das Neueste von der Impfung bis zur Stammzellen-Therapie lesen Sie hier... © dak

dpa/tmn

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