Der Mond ist unschuldig

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In den Kissen ruhen: Wie man sich bettet, schläft man. Die richtige Umgebung ist ist für einen erholsamen Schlaf von großer Bedeutung.

Experte: Kein Zusammenhang mit durchwachten Nächten und Schlafstörungen

Der Vollmond ist Schuld an der schlaflosen Nacht, klagen viele nach endlosem Schäfchen zählen. Prof. Geert Mayer, ärztlicher Leiter der Hephata-Klinik in Schwalmstadt und Schlafforscher winkt ab: „Es gibt wissenschaftlich keine überprüfbaren Gründe dass der Vollmond Einfluss auf das Schlafen hätte“.

Doch damit empfindsame Menschen auch bei Vollmondnächten mehr als eine Mütze Schlaf bekommen, raten Forscher die Gardine zuzuziehen. Weniger Licht sorgt für bessern Schlaf. So einfach lassen sich aber wirkliche Schlafstörungen nicht beheben. Mayers Rat: Wer nach vier Wochen nachts immer noch durch die Wohnung wandelt und versucht, mit Fußbädern, Wassertrinken und anderen Tricks zur Ruhe zu kommen, sollte zum Arzt gehen.

Tabletten helfen nicht

Denn chronische Durchschlafprobleme können das Schlaganfallrisiko erhöhen, zu Fettleibigkeit und Zuckerkrankheit führen. Zudem Schlaftabletten helfen nur kurzfristig, führen aber nicht dauerhaft zur Lösung und zu einem erholsame Schlaf. Der kann schon bei kleinen Veränderungen, wie der Zeitumstellung im Sommer und Winter, fehlen. Mayer rät zur Vorsorge: „Einige Tage lang zehn bis 15 Minuten früher ins Bett gehen, hilft“. So komme der Schlafrhythmus erst gar nicht ins Stottern. Völlig aus dem Takt geraten kann der Schlaf bei Fernreisen über mehrere Zeitzonen. Während ein Flug nach Westen meist problemlos verläuft, weil das Licht die innere Uhr steuert, fehlt Reisenden nach Osten der Schlaf. Mit UV-Brillen, die das Licht abhalten und Melatonin könne das Problem gelöst, die Schlaf-Wache-Balance sich wieder einpendeln. Abgesehen davon haben nicht alle Menschen den gleichen Rhythmus. „Im Durchschnitt braucht man sieben Stunden Schlaf“, berichtet Mayer. Einigen genügen fünf Stunden Nachtruhe und in seltenen Fällen reichen sogar vier Stunden. Langschläfer dagegen schaffen es erst nach neun Stunden erholt aus den Federn zu steigen.

Träumen zur Erholung

Doch gleichgültig ob Kurz- oder Langschläfer: Träume sind für alle wichtig. „Selten können wir uns an sie erinnern, doch zur Erholung des Gedächtnisses sind sie unverzichtbar.“

Tipps gegen schlaflose Nächte

• Abends nichts Schweres essen

•Vor dem Schlafen mit den den Problemen des Alltags abschließen.

• Rituale pflegen wie eine Tasse Tee trinken, Musik hören oder lesen

• Vier bis sechs Stunden vor dem Schlafengehen keinen Sport mehr treiben

und keine koffeinhaltigen Getränke mehr trinken

• Ruhige Schlafumgebung schaffen: kühler, abgedunkelter Raum (ca. 18 Grad), frische Luft.

• Im Bett nicht fernsehen oder arbeiten. Vor allem für Kinder ist fernsehen im Bett Gift.

Wenn man nicht schlafen kann:

• Erst ins Bett gehen, wenn man schläfrig ist

• Einen regelmäßigen Schlaf-Wach-Rhythmus anstreben

• Wenn man länger als 45 Minuten wachliegt, aufstehen und sich ablenken

• Ein Glas Wasser trinken

• Entspannungsübungen

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