Mit Strunk und Blättern - Chicorée ist heute weniger bitter

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Chicorée kann vielseitig verwendet werden. Das Gemüse schmeckt frisch als Salatbasis, eignet sich aber auch für Wok-Gerichte, Suppen und Aufläufe.

Bonn - Der Chicorée ist ein knackiges Gemüse mit herb-frischem Aroma. Früher war der Strunk so bitter, dass man ihn meistens entfernt hat. Doch die heutigen Sorten enthalten nur noch wenige Bitterstoffe.

Die Sprossen komplett können also komplett verwendet werden. Wem der Geschmack trotzdem zu bitter ist, kann einen Teelöffel Zucker in das Kochwasser geben oder die Blätter vor der Verwendung kurz in Milch einlegen.

Chicorée schmeckt frisch in fruchtigen Salaten, oder als "Schiffchen" zum dippen. Genauso gut passen die feinwürzigen Köpfe in Wok-Gemüse, Suppen und Aufläufe sowie als Beilage zu Fleisch und Meeresfrüchten. Der kalorienarme Chicorée ist nicht nur lecker, sonder auch gesund: Er enthält viel Vitamin A, B1, B2 und C, Beta-Karotin, Folsäure, Kalium, Kalzium und Magnesium. Seine Bitterstoffe regen Magensäfte und Gallefluss an.

Die Chicorée-Wurzeln werden nach der Ernte in Wannen mit temperiertem Wasser umspült. Innerhalb von drei bis vier Wochen wachsen dann die zarten Sprossen in völliger Dunkelheit. So wird die Bildung von Chlorophyll verhindert und die Sprosse behält ihre blassgelbe Farbe. Damit sich die Blätter nach dem Abschnitt nicht bräunlich verfärben, empfiehlt sich eine rasche Verarbeitung. Wer nicht gleich alle Sprossen verwendet, lagert das Gemüse am besten in einem feuchten Küchenpapier oder Handtuch im Kühlschrank. So bleibt es etwa eine Woche lang frisch und knackig.

dpa/tmn

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