Mit Pflanzenextrakten: So werden grüne Smoothies gefärbt

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Grüne Smoothies aus dem Supermarkt erhalten ihre Farbe oft durch zusätzliche Pflanzenextrakte. Das ergab eine Untersuchung der Verbraucherzentrale Niedersachsen. Foto: Andrea Warnecke

Grüne Smoothies gelten als frisch und gesund. Doch nicht immer halten die Produkte, was ihr Aussehen verspricht. Die Verbraucherzentrale Niedersachsen hat sie genauer untersucht.

Hannover (dpa/tmn) - Einige grüne Smoothies halten nicht, was sie versprechen: Damit die Getränke schön grün aussehen, wird mit Pflanzenextrakten oder grünen Flaschen nachgeholfen. Das hat die Verbraucherzentrale Niedersachsen in einem Test herausgefunden, bei dem sie 13 Produkte bewertete.

Eingekauft wurde in Supermärkten, Discountern, Bioläden und Drogeriemärkten. Bei 6 von 13 Getränken sorgen Konzentrate und Extrakte aus Brennnessel, Kürbis, Spinat oder Spirulina für grüne Farbe. Drei Smoothies waren in einer grünen Verpackung abgefüllt, waren tatsächlich aber bräunlich-grün. Bis auf eine Ausnahme weisen die Hersteller nicht auf die färbenden Zusätze hin.

Hinzu kommt, dass nur wenige Smoothies wirklich viel Gemüse enthalten. Nur bei zwei Produkten machte der Gemüseanteil 50 Prozent und mehr aus, fünf enthielten nur einen Anteil von 3 bis 13 Prozent. Zwei weitere enthielten überhaupt kein Gemüse. Die grüne Farbe entstand durch Kiwis sowie Algenextrakte. Mit einer Portion Salat nehmen Verbraucher im Alltag deutlich mehr Gemüse zu sich als mit einem grünen Smoothie, lautet das Fazit der Warentester.

Test der Verbraucherzentrale

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