Mit nikotinfreien Zigaretten den Absprung schaffen

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Nikotinfreie Zigaretten helfen die Abhängigkeit von Nikotin zu überwinden.

Nikotinfreie Zigaretten basieren auf dem Prinzip: rauchend Nichtraucher werden. Kräuterzigaretten, nikotinfreier Tabak oder elektrische Zigaretten bekämpfen die Sucht nach Nikotin. Das „Rauchritual“ muss aber nicht von heute auf morgen aufgegeben werden.

Nikotin macht Zigaretten zur Droge und Raucher abhängig. Mehr als 16 Millionen Deutsche rauchen täglich, 37 Prozent aller Männer und 29 Prozent aller Frauen. Jeder Dritte von ihnen würde am liebsten aufhören. Die Gewöhnung an das Nikotin macht es aber schwer, den Tabakkonsum einzuschränken.

Suchtmittel Nikotin

Nikotin ist eine Droge und ein starkes Nervengift. Wenn der Tabak glimmt, wird das Nikotin freigesetzt. Gebunden an die winzigen Teerteilchen im Rauch gelangt es in die Lunge und von dort ins Blut. Bereits sieben Sekunden später erreichen die Nikotinmoleküle das Gehirn, heften sich dort an die Nervenzellen und beeinflussen deren Aktivität.

Nikotin fördert die Ausschüttung verschiedener Botenstoffe wie etwa das Stress-Hormon Adrenalin. Die Folge ist, dass sich der Körper anspannt: Das Herz schlägt schneller, der Blutdruck steigt, die Durchblutung der inneren Organe ist vermindert und die Körpertemperatur sinkt. Beginnt der Gehalt der Botenstoffe wieder zu sinken, zeigt der Körper Entzugssymptome und fordert mehr Nikotin.

Nikotinabhängigkeit

Die Wahrscheinlichkeit von nikotinhaltigen Zigaretten abhängig zu werden, ist vergleichbar mit illegalen Drogen wie zum Beispiel Kokain. Es reichen wenige Zigaretten, bis eine körperliche Abhängigkeit eintritt.

Die stärksten Entzugserscheinungen treten in den ersten drei Tagen auf. Ex-Raucher leiden in dieser Zeit unter Kopfschmerzen und Unruhe, sind oft gereizt oder aggressiv. Der Nikotinentzug kann sogar zu Ängsten oder Depressionen führen. Nach circa drei Wochen Abstinenz ist die Nikotinabhängigkeit überwunden und der Drang zu rauchen lässt nach.

Nichtraucher-Neulingen fehlt aber vor allem die genüssliche Zigarette nach dem Essen und die entspannende Raucherpause zwischendurch. Ein erfolgreicher Rauchstopp gelingt nur, wenn sie auch in diesen Situationen der Versuchung, zur Zigarette zu greifen, widerstehen. Nikotinfreie Zigaretten bieten eine sanfte Möglichkeit vom Nikotin loszukommen, ohne sofort auf den Genuss und den Geschmack des Rauchens verzichten zu müssen.

Das Prinzip nikotinfreier Zigaretten

Im Gegensatz zu anderen Rauch-Stopp-Strategien wie Nikotinpflaster oder Nikotinkaugummis setzen nikotinfreie Zigaretten darauf, erst die Nikotinsucht zu bekämpfen und dann die Gewohnheit selbst aufzugeben. Das Ritual des Rauchens bleibt mit nikotinfreien Zigaretten so lange beibehalten, bis die körperliche Abhängigkeit reduziert beziehungsweise überwunden ist.

Diese Art mit dem Rauchen aufzuhören ist der Weg des geringsten Widerstandes aus der Sucht. Die Anwendungsdauer kann jeder selbst festlegen, im Allgemeinen wird eine Kur mit nikotinfreien Zigaretten von vier bis sechs Wochen empfohlen. Der Konsum von klassischem Tabak sollte allerdings schon ab dem ersten Tag komplett eingestellt werden. Nikotinfreie Zigaretten gibt es in verschiedenen Varianten:

Nikotinfreier Tabak und Kräuterzigaretten

Durch einen gentechnischen Eingriff haben US-amerikanische Forscher Tabakpflanzen erzeugt, die praktisch kein Nikotin mehr enthalten. Die nikotinfreien Zigaretten werden aus Gentech-Tabakpflanzen hergestellt und sind in Apotheken erhältlich.

Kräuterzigaretten enthalten ebenfalls kein Nikotin. Sie setzen sich aus rein pflanzlichen Inhaltsstoffen zusammen. Die Mischungen bestehen beispielsweise aus getrockneten Anteilen von Haselnuss, Papaya, Eukalyptus, Salbei oder Menthol.

Beim Rauchen von nikotinfreien Zigaretten werden durch Verbrennungsprozesse gesundheitsschädliche Schadstoffe wie Kohlenmonoxid und Teer freigesetzt. Nikotinfreie Zigaretten sind somit nicht gesünder, machen aber nicht körperlich abhängig.

Die elektrische Zigarette

Bei elektrischen Zigaretten kann der Nikotingehalt frei gewählt werden. Das Nikotin kann somit stufenweise abgesetzt werden. Die elektrische Zigarette funktioniert ohne Verbrennungsvorgänge. Durch einen Akku wird eine Flüssigkeit erhitzt und in einem Depot zum Verdampfen gebracht. Der Dampf wird dann vom Nutzer der elektrischen Zigarette inhaliert.

Erste wissenschaftliche Studien kamen zu dem Ergebnis, dass sich im Dampf der elektronischen Zigarette wesentlich weniger krebserregende Stoffe befinden als im Tabakqualm. Eindeutige Belege über die gesundheitlichen Risiken des elektrischen Rauchens fehlen jedoch.

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