Hebammen: Vertrauen ist das A & O

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Die zwei Wonneproppen sind gut drauf: Hebamme Elke Pfaff (rechts) und Ragna Friedrich aus Zennern mit ihren Zwillingen Lenn und Lasse.

Sie hat den ältesten Frauenberuf der Welt. Elke Pfaff wollte schon als Kind Hebamme werden. Sie arbeitet seit 32 Jahren in ihrem Traumjob, hat 2000 Babys seitdem auf die Welt geholfen. Elke Pfaff arbeitet als Beleghebamme im Team der Entbindungsstation des Fritzlarer Krankenhauses und bietet auch bei sich zu Hause Geburtsvorbereitungskurse an.

 Vielen Frauen falle es nach der Geburt des ersten Kindes schwer, mit der veränderten Lebenssituation zurecht zu kommen. Denn trotz guter Planung und vieler Überlegungen stelle ein Kind doch erst einmal alles im Leben junger Mütter auf den Kopf. Für den Weg in den Beruf gebe es Schule, Studium und Ausbildung, sagt Elke Pfaff – für das Mutter-Werden allerdings überhaupt nichts Vergleichbares. Diese Lücke in der Vorbereitung auf die neue Aufgabe füllen die Hebammen; sie wollen helfen, in die neue Rolle als Mutter hinein zu finden.

Einfach mehr Gelassenheit

Deshalb gehe es in den Geburtsvorbereitungskursen nicht nur um die Themen Schwangerschaft und Geburt, sondern auch um das neue Leben mit dem Kind. „Heutzutage haben junge Eltern oft hohe Erwartungen an die Kinder“, berichtet die Hebamme aus ihren Erfahrungen. Gerade das erste Kind werde häufig als Ereignis im Leben betrachtet, von dem sich die Eltern eher viele positive Gefühle als eine große Anstrengung erwarteten. Das Baby, so oft die Hoffnung, solle sich möglichst reibungslos in den Alltag der Eltern einfügen. Aber nur die wenigsten Kinder machten gleich alles mit, weiß Elke Pfaff aus Erfahrung. Die Hebamme unterstützt die jungen Eltern, sucht Ursachen dafür, wenn das Baby viel schreit oder schlecht schläft. Sie berät zu Ernährung und Pflege, zeigt praktische Handgriffe. „Viele Frauen setzen sich unter Druck, wenn etwas mit dem Baby nicht so klappt wie geplant“, erzählt Elke Pfaff. Sie rät den Frauen zu mehr Gelassenheit. Sie sollten lernen, einfach mal eine Arbeit im Haushalt liegen zu lassen. Denn Neugeborene brauchen viel Körperkontakt: Kinder seien Traglinge, die das so aus der Schwangerschaft gewöhnt seien und ruhig viel getragen werden können.

Elke Pfaff empfiehlt übrigens schwangeren Frauen, frühzeitig den Kontakt zur Hebamme aufzunehmen. Das fördere das Vertrauensverhältnis und erleichtere der Hebamme, mögliche Risiken während der Geburt abzuschätzen.

Hebammenhilfe

Jede Frau hat das Recht auf die Hilfe einer Hebamme ihrer Wahl. Deren Arbeit wird über die Krankenkasse abgerechnet. Die Hebamme hilft bei Schwangerschaftsbeschwerden, betreut, berät, untersucht und lehrt in der Geburtsvorbereitung Atem- und Entspannungsübungen für die Geburt. Die Hebamme ist berechtigt, die normale Geburt in eigener Verantwortung zu leiten. Sie bietet alternative Methoden wie Massagen, Akkupunktur und Homöopathie an. Auch nach der Geburt hat jede Frau Anspruch auf Hebammenhilfe – in den ersten zehn Tagen nach der Geburt täglich, bis Ablauf der achten Woche noch 16 Mal. Nach der achten Woche kann die Hebamme bei Stillproblemen noch vier Mal kontaktiert werden. Die Wochenbettbetreuung umfasst die gesundheitliche Überwachung von Mutter und Kind und natürlich auch die Beratung der Mutter. (yma)

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