Gefährlich: EU beanstandet rund 1800 Produkte

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Über die Hälfte der gefährlichen Produkte kamen wie in den Jahren zuvor aus China.

Brüssel - Wenn Teddybären ihre Augen verlieren oder Badezusätze in Sektflaschen verkauft werden, kann es gefährlich werden. Dann greifen Europas Verbraucherschützer ein. Rund 1800 Produkte beanstandeten sie 2011.

Schuhe mit giftigen Chemikalien und Pullover, mit dessen Bändchen sich Kinder strangulieren können: Gefährliche Kleidungsstücke waren 2011 die am häufigsten beanstandeten Produkte in der EU. Die Fahnder entdeckten 1803 riskante Gegenstände, die zum Großteil aus dem Verkehr gezogen werden mussten, sagte EU-Verbraucherschutzkommissar John Dalli am Dienstag in Brüssel bei der Vorstellung eines neuen EU-Berichts. Das waren rund 400 weniger als im Jahr zuvor. Diese positive Entwicklung führt die EU-Kommission auch auf die bessere Kennzeichnung der Waren zurück, wodurch gefährliche Produkte früher entdeckt und vom Markt genommen werden.

Mehr als ein Viertel davon (27 Prozent) waren Textilien. Deren schlechte Qualität könne Hautreizungen hervorrufen oder zu einer tödlichen Gefahr für Kinder werden.

Über die Hälfte der Produkte aus China

Auch einen Teddybär zogen die Sicherheitskontrolleure im vergangenen Jahr aus dem Verkehr. Das Stofftier verliere leicht seine Augen, so dass kleine Kinder daran ersticken könnten. Auf Platz zwei der Gefahrenliste landeten mit 21 Prozent riskante Spielsachen. Dahinter rangierten (mit zehn Prozent Anteil) Elektrogeräte wie Toaster, die leicht Feuer fangen, und Kosmetika (sieben Prozent). Ein Badezusatz in einer Sektflasche und täuschend echt aussehende Plastiktrauben durften ebenfalls nicht über die Ladentheke gehen.

Über die Hälfte der gefährlichen Produkte kamen wie in den Jahren zuvor aus China, rund 19 Prozent stammten aus Europa. Das Ziel für die Produktsicherheit sei ein “System der nahtlosen Überwachung“, sagte Kommissar Dalli. “Bei der Einreise arbeiten wir mit den Zollstellen, um dafür zu sorgen, dass unsichere Produkte erst gar nicht nach Europa kommen.“

Seit acht Jahren melden die 27 EU-Staaten sowie Liechtenstein, Norwegen und Island gefährliche Produkte, die ihren Weg nach Europa gefunden haben oder hier produziert wurden. Dank des sogenannten Warnsystem Rapex können die Risikogüter schnell aus dem Verkehr gezogen werden. Rapex umfasst Konsumgüter, außer Lebensmitteln und Medikamenten.

dpa

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