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Gelbe Staubschicht auf Autos und Möbeln? Vor allem eine verbreitete Art von Baum steckt dahinter

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Von: Juliane Gutmann

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Gelber Blütenstaub an einer Fensterscheibe
Pollen wohin das Auge blickt: Im Frühjahr kämpfen viele Pollenallergiker wieder mit allergischen Beschwerden. © Maurizio Gambarini/dpa

Endlich werden die Tage länger und wärmer. Doch auch die Pollenflug-Saison ist in vollem Gange. Warum aktuell alles mit einer feinen gelben Schicht überzogen ist, erfahren Sie hier.

Gelbe Pünktchen legen sich aktuell auf alles, was sich im Freien befindet. Fahrräder, Balkontische, Autos: Vor nichts machen Blütenstaub und Pollen Halt. Und das hat nicht nur Auswirkungen auf unser Putzverhalten. Für unzählige Pollenallergiker bedeutet das Blühen von Gräsern und Bäumen vor allem eines: juckende Augen, laufende Nase, Niesreiz, Halskratzen, Husten bis hin zu allergischem Asthma. Bei einigen Heuschnupfen-Patienten ist auch die Haut betroffen, die mit Juckreiz auf den Pollenflug reagiert. Ebenfalls möglich sind durch die Allergie ausgelöste Schlafstörungen, Kopfschmerzen sowie Müdigkeit und verminderte Leistungsfähigkeit.

Wer aktuell oben genannte Beschwerden zeigt, der reagiert wahrscheinlich in erster Linie auf die Pollen von Eiche und Rotbuche. Wie aus dem aktuellen Newsletter des Deutschen Polleninformationsdienstes (PID) hervorgeht, wurden hier saisonale Belastungsgipfel vor allem in der Nordhälfte Deutschlands erreicht.

Sie führen Ihre Symptome auf die gelbe „Blütenstaubschicht“ zurück, die sich aktuell in jede Ritze legt? Der PID gibt Entwarnung: „Auch Fichte und beginnend die Kiefer legten ihre auffälligen, aber harmlosen gelben Pollenschleier über die Landschaft“, heißt es im am 11. Mai erschienenen Newsletter. Der Grund für die auffällig dicke Schicht: Die Fichte hat ein sogenanntes „Mastjahr“. Dabei produzieren Bäume deutlich mehr Samen als sonst, wie der Bayerische Rundfunk informiert. 

Pollenflug der Birke lässt nach, aber die Gräser treten in Aktion

Für Allergiker bedeutet der Fichtenpollenflug keine Gefahr, wie der deutsche Allergie- und Asthmabund daab informiert. Für tränende Augen und juckende Nasen würden die besonders großen Pollen der Fichte nicht sorgen, heißt es auf den Seiten des daab.

Doch es gibt einige Bäume, die starke Beschwerden bei Allergikern hervorrufen können, etwa die Erle und die Birke. Birkenpollenallergiker können allerdings langsam aufatmen: Die Pollenbelastung durch Birkenbäume sinkt aktuell. Allerdings kommt jetzt die Zeit der Gräser: Dem PID zufolge verschiebt sich der Fokus langsam von den allergieauslösenden Baum- hin zu den allergenen Gräserpollen. „Unangenehm wird es allmählich für Gräserpollenallergiker und zwar, wie so oft, zuerst in den tiefen gelegenen, grünlandreichen Flusstälern von Rhein, Main und Donau und deren Umgebung. Hier kann es im Umfeld ungemähter Wiesen und auch bereits darüber hinaus in den kommenden Tagen schon ‚hoch hergehen‘, sprich es deuten sich erstmals in diesem Jahr hohe Gräserpollenbelastungen an!“, so die PID-Informationen. (jg)

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