Beim Schwimmen

Frau wird plötzlich bewusstlos - aus rätselhaftem Grund

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Plötzlich wurde sie bewusstlos - und ging unter. Doch warum?

Plötzlich geht die Frau mitten im Hallenbad unter – es gab keine Vorzeichen. Was danach diagnostiziert, klingt unglaublich.

Es passierte einfach so – ohne Vorwarnung - und nur wenige Sekunden später geht die erfahrene Schwimmerin plötzlich unter. Sie hat keinen Krampf in der Wade oder Zusammenprall mit einem anderen Schwimmer im Hallenbadbecken. Dennoch taucht die 68-jährige Hamburgerin einfach ab – doch sie hatte Glück: Die Badeaufsicht reagiert sofort und zieht sie aus dem Wasser.

Frau geht beim Schwimmen plötzlich unter - und verliert Bewusstsein

Kurze Zeit später kommt die Frau wieder zu sich – und wird in ein Krankenhaus gebracht. Doch die Ärzte bemerken nichts Ungewöhnliches und schicken sie wieder nach Hause. Dennoch soll sie weiter untersucht werden. Schließlich ist diese kurze Bewusstlosigkeit (auch Synkope genannt), die sie erlebt hatte, ein Hinweis auf etwas Grundlegenderes.

Mehrere mögliche Gründe sind:

  • Ein niedriger oder auch sehr hoher Blutdruck
  • Herzrhythmusstörungen
  • Hormonelle Veränderungen
  • Kurze, epileptische Anfälle
  • Durchblutungsstörungen der Kopfgefäße

Die Frau hat also einen Untersuchungsmarathon vor sich. Wie das Hamburger Ärzteblatt berichtet, fällt den Ärzten bei den ersten Checks immer noch nichts auf. Erst, als sie die Halsschlagadern der Frau genauer begutachten, fällt es ihnen wie Schuppen von den Augen: Beide sind komplett verschlossen. Die Frau hatte also Glück gehabt – denn wenn ein Verschluss auf beiden Seiten droht, wie zum Beispiel durch ein Blutgerinnsel, dann kommt nicht mehr genug Blut im Hirn an und derjenige würde sofort sterben.

Unglaubliche und lebensgefährliche Geschichte: Darum wurde die Frau bewusstlos

Da sich aber die Adern der Frau anscheinend sehr langsam verengt und dann verschlossen hatten, hatte sich das Blut wohl angepasst und über Seitenäste einen Weg gebahnt. Diese verlaufen über die zwei Wirbelarterien in den Kopf – und haben so das Leben der Patientin gerettet. Aber warum war das der Frau so lange nicht aufgefallen?

Weil sie im Alltag kaum etwas gespürt habe, so ihre Antwort. Nur, wenn sie sich schnell vom Sofa oder aus dem Bett aufgestanden sei, wäre ihr etwas schwindlig geworden. Zudem gestand sie, dass sie jahrelang geraucht habe. Doch Rauchen zählt zu den Hauptrisikofaktoren, die Arterienverengungen oder –verschlüsse begünstigen würden, warnen Ärzte.

Schockierend: Zehn Millionen Tote wegen Herzleiden, Diabetes & Co. jährlich weltweit - und das nur wegen einer ungesunden Ernährung?

Bei den weiteren Untersuchungen folgt dann ein weitere Erkenntnis: Auch in den beiden Wirbelarterien haben sich bereits Verengungen gebildet. Daraufhin wird eine Kernspintomografie vom Kopf der Patientin gemacht. Ihre Theorie: Es kommt zwar noch genug Blut über die Wirbelarterien im Gehirn an – aber sobald die Frau beim Brustschwimmen den Kopf nach hinten knickt, um ihm über Wasser zu halten, drückt dieser auf die Gefäße. Dadurch wird die Sauerstoffversorgung gekappt und Bewusstlosigkeit droht. Gerade beim Schwimmen kann das lebensgefährlich enden.

Allerdings halten die Ärzte nichts davon, die Halsschlagadern wieder zu öffnen – schließlich hat sich der Blutstrom bereits umgestellt. Und auch die bereits verengten Wirbelarterien würden sie nicht mehr behandeln – zu gefährlich sei ein Eingriff. Ihr Rat an die Patientin: Sofort mit dem Rauchen und dem (Brust-)Schwimmen aufhören.

Lesen Sie hier weiter, was mit Ihrem Körper passiert, sobald Sie die letzte Zigarette geraucht haben.

Auch schockierend: Darum schädigt bereits wenig Alkohol Ihr Gehirn.

jp

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