Experten über Heuschnupfen

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Ein Allergietest ist bei typischen Heuschnupfen-Beschwerden wie Schnupfen und Juckreiz meist sinnvoll.

Lesen Sie hier Teil 2 der Fragen und Antworten zum Thema Heuschnupfen.

Zurück zu Teil 1 des Expertengesprächs zum Thema Heuschnupfen.

Herr B. (37) aus Twistringen: Er berichtet von seinem Sohn, der seit zwei Jahren einen Heuschnupfen hat mit Allergien auf Gräser, insbesondere würden die Augen stark eitern. Im letzten Jahr hätte er auch asthmatische Beschwerden bekommen. An Medikamenten nimmt der Sohn Xusal-Saft und DMCG-haltige Augentropfen. Des Weiteren nimmt er Singulair. Letzteres würde zur Besserung der Atemnot führen.

Dr. Fischer: Ich habe ihm erläutert, dass es noch andere Augentropfen gibt und dass er bei seinem Sohn eine Lungenfunktionsprüfung während der Heuschnupfenzeit durchführen lassen soll, mit der Zielrichtung, ob die Singulair-Therapie ausreicht.

Frau S. (68) aus Hassel: Sie nimmt während der Pollenzeit seit zwölf Jahren Lorano und andere Medikamente. Klagt über Atemnot. Sie hat während der Frühblüherzeit auch Nahrungsmittelprobleme mit Nüssen etc. Klagt über Atemnot, die noch nicht abgeklärt worden ist.

Dr. Fischer: Ich habe ihr geraten, eine Lungenfunktionsprüfung und eine antiasthmatische Therapie einleiten zu lassen.

Herr A. (67) aus Sulingen: Er berichtet, dass er einen Schnupfen im Frühjahr und im Oktober habe. Der HNO-Arzt habe nichts gefunden. Der Hausarzt ebenfalls nicht. Nachts sei die Nase frei. Die Beschwerden treten nur tagsüber auf. Nachts auch Hustenreiz.

Dr. Fischer: Ich habe ihm geraten, dass er eine allergologische Diagnostik durchführen lassen soll. Er berichtet im Weiteren, dass er Schafe hält. Möglicherweise besteht ein Zusammenhang mit dem Füttern der Schafe.

Lungenfunktionstest kann sehr wichtig sein

Herr I. (55) aus  Syke berichtet, dass er seit der Kindheit Allergiker sei, insbesondere während der Frühblüherzeit mit allergischem Schnupfen, allergischer Bindehautentzündung und asthmatischen Beschwerden.

Dr. Fischer: Ich habe ihm erläutert, dass er eine Lungenfunktionsprüfung durchführen lassen müsse. Es besteht durchaus die Möglichkeit, dass er eine leichte Atemnot nicht bemerkt, dass aber eine allergische Entzündung zu einem Umbau des Bronchialsystems führen kann, was wiederum zu einer nicht wieder rückbildungsfähigen Verengung der Atemwege führen kann.

Dies kann auf Dauer gefährlich werden. Es kann durchaus sein, dass er während der Pollenzeit (Frühblüher und Gräser) antiasthmatisch behandelt werden müsse. Seine Beschwerden finden zwischen Februar und Mai statt, was auf eine Frühblüher- und Gräserallergie schließen lässt.

Herr V. aus Bassum fragt, ob er seinen Heuschnupfen mit Kortisonspritzen behandeln lassen soll. Der Arzt habe ihm gesagt, es bestehe dann ein Risiko einer Osteoporose.

Prof. Bahmer: Gerade deshalb ist eine Kortisonspritze nicht so geeignet, weil man häufiger wiederholen muss und dann tatsächlich das Risiko von Kortisonnebenwirkungen besteht. Kortisonspritzen kommen eigentlich dann in Betracht, wenn die Beschwerden nur kurz dauern, also 14 Tage bis maximal vier Wochen, weil nach dieser Zeit auch die Wirkung dieser Spritze nachgelassen hat.

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