Mehr Killerzellen

Experten: Sport unterstützt die Krebstherapie

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Intensiver Sport kann die Krebstherapie unterstützen und die Patienten besser gegen einen möglichen Rückfall rüsten.

Sport und Fitness sind für unsere Gesundheit wichtig. Deutsche Forscher haben nun herausgefunden, dass Krebspatienten von regelmäßigem Training profitieren.

Intensiver Sport kann die Krebstherapie unterstützen und die Patienten besser gegen einen möglichen Rückfall rüsten. Zu diesem Ergebnis kommen Forscher der Deutschen Sporthochschule Köln und der Uniklinik Köln in einer Studie, die am Freitag auf dem Deutschen Krebskongress in Berlin vorgestellt wurde. "Unsere Studienergebnisse zeigen, dass Patienten mit einer guten Fitness mehr natürliche Killerzellen haben, um die Krebsabwehr zu verstärken", erklärte der Sportmediziner Wilhelm Bloch.

Das menschliche Immunsystem verfügt über Abwehrzellen, sogenannte natürliche Killerzellen, die in der Lage sind, Tumorzellen zu erkennen und abzutöten. "Unsere Untersuchungen deuten darauf hin, dass leistungsfähigere Krebspatienten besser gerüstet sind für den Kampf gegen das Wiederauftreten ihrer Erkrankung", erklärte Bloch. Je größer die Fitness der Patienten sei, desto mehr Abwehrzellen blieben im Blut und stünden somit dem Organismus für die Tumorzellabwehr zur Verfügung.

Während der präventive Einfluss von körperlicher Aktivität auf die Krebsentstehung bei einigen Tumorerkrankungen unter Forschern vielfach akzeptiert ist, galt die Kombination von Bewegung und Sport bei Krebs lange als risikoreich. Inzwischen zeigen aber Studien, dass Bewegung den Patienten nicht schadet, sondern sich positiv auf den Krankheitsverlauf auswirkt.

Dies bestätigt nun die neue Studie mit jeweils 15 gesunden Teilnehmern und 15 Krebspatienten. Die Forscher hatten die Krebspatienten in der Nachsorge auf einen Halbmarathon vorbereitet und deren Immunstatus untersucht. Im Ergebnis habe sich gezeigt, dass intensive Ausdauerbelastung sich bei Krebspatienten positiv auf die körpereigene Tumorabwehr auswirke. Weitgehend ungeklärt sei indes noch, wie hoch die Bewegungsdosis sein muss, um optimale Effekte zu erreichen.

AFP

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