Spielplatz für Bakterien

Experte warnt: "Wer sein Gesicht mit diesem Handtuch trocknet, kann seinen Kopf gleich in die Toilette stecken"

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Handtücher können zu echten Keimschleudern werden. (Symbolfoto)

Ohne Handtuch geht im Badezimmer nichts. Doch so einfach der Umgang damit erscheinen mag: Wer folgende simplen Regeln nicht befolgt, riskiert Keime in Überzahl.

Nach der Dusche mummeln wir uns darin ein, nach dem Händewaschen greifen wir zuerst danach: Das Handtuch ist aus keinem Bad wegzudenken. Was die Pflege der Handtücher angeht, ranken sich so einige Theorien. Die einen meinen, dass Handtücher gar nicht so oft gewaschen werden müssen - schließlich trocknet man sich ja ab, nachdem man geduscht oder sich die Hände gewaschen hat. Einer von vier Fehlern, die Sie zukünftig nicht mehr machen sollten.

Keimschleuder Handtuch: So verhindern Sie Fäkalkeime

Denn werden Handtücher falsch behandelt, mutieren sie zu Tummelplätzen für Bakterien. Das kann sogar der Gesundheit schaden, vor allem wenn sich Fäkalkeime vermehren. Nutzt man ein kontaminiertes Handtuch fürs Gesicht, kann man sich ausmalen, welche Folgen das haben kann.

Über folgende Handtuch-Fehler freuen sich Bakterien:

  • Seltener Handtuch-Wechsel: Wer das Tuch nur alle paar Wochen wechselt, braucht sich nicht über schlechte Gerüche wundern. Hygiene-Experten empfehlen dem Portal Express zufolge sogar, Handtücher alle drei Tage zu wechseln - bei Krankheit sogar häufiger, um Bakterien keinen Spielraum zu lassen. 60 Grad Celsius sollten es mindestens sein, um alle Bakterien abzutöten, wie die Verbraucherzentrale rät.

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  • Ein Handtuch für alles: "Wer sein Gesicht mit diesem Handtuch trocknet, kann seinen Kopf gleich in die Toilette stecken", zitiert Express den Mikrobiologen Charles Gerba. Gemeint ist das Handtuch, das wir für die Hände verwenden. Selbst nach gründlichem Händewaschen würden in diesem die meisten Bakterien landen.

Im Video: Wie oft Sie Ihr Handtuch wirklich waschen sollten

  • Handtücher falsch trocknen: Feucht gelagert, können sich Pilzsporen im Handtuch vermehren. Auch Keime fühlen sich in einem feuchtwarmen Klima wohl. Empfehlenswert ist, Handtücher nach dem Duschen über den Heizkörper zu hängen. Gammelte eines dagegen schon längere Zeit in der Sporttasche, sollten Sie es direkt in die Waschmaschine geben.
  • Handtücher teilen: Je mehr Menschen ein Handtuch verwenden, desto mehr Bakterien tummeln sich darin. Und nicht nur Handtücher im Badezimmer sind betroffen: Auch Geschirrtücher sind potentielle Brutstätten für Keime. So wiesen US-amerikanische Wissenschaftler Escherichia coli-Bakterien in einem Viertel der untersuchten Küchen-Handtücher nach. Die Darmbakterien verursachen unter anderem Magen-Darm-Infektionen.

Weiterlesen: Erschreckend: So selten wechseln die Deutschen ihre Unterwäsche.

Mehr zum Thema: Aus diesem Grund sollten Sie niemals Klopapier auf die WC-Brille legen.

jg

Diese Viren und Bakterien machen uns krank

HIV-Virus: Das Virus löst die Immunschwäche Aids aus. Rund 20 Jahre nach seiner Entdeckung ist Aids die verheerendste Infektionskrankheit, die die Menschheit seit der Pest im 14. Jahrhundert herausgefordert hat.  
HIV-Virus: Das Virus löst die Immunschwäche Aids aus. Rund 20 Jahre nach seiner Entdeckung ist Aids die verheerendste Infektionskrankheit, die die Menschheit seit der Pest im 14. Jahrhundert herausgefordert hat.   © dpa/dpaweb-mm
Pest Erreger Yersinia pestis: Die Infektionserkrankung wird erstmals im 6. Jahrhundert im Mittelmeerraum nachgewiesen. 1894 wird das Bakterium entdeckt. Heutzutage sind bei früher Diagnose die Heilungschancen durch Antibiotika hoch.
Pest Erreger Yersinia pestis: Die Infektionserkrankung wird erstmals im 6. Jahrhundert im Mittelmeerraum nachgewiesen. 1894 wird das Bakterium entdeckt. Heutzutage sind bei früher Diagnose die Heilungschancen durch Antibiotika hoch. © dpa
Ebola Virus: Das Virus verursacht mit inneren Blutungen einhergehendes Fieber. In bis zu 90 Prozent der Fälle verläuft die Krankheit tödlich. Wissenschaftler arbeiten mit Hochdruck an einem Impfstoff.
Ebola Virus: Das Virus verursacht mit inneren Blutungen einhergehendes Fieber. In bis zu 90 Prozent der Fälle verläuft die Krankheit tödlich. Wissenschaftler arbeiten mit Hochdruck an einem Impfstoff. © dpa
Grippe Virus: Antigene (gelbe und blaue Antennen) sitzen auf einer doppelten Fettschicht, die sich um die Erbsubstanz im Inneren schließt. Mit der Vermischung verschiedener Virentypen entstehen neue Erbsubstanzen und damit auch Antigene.
Grippe Virus: Antigene (gelbe und blaue Antennen) sitzen auf einer doppelten Fettschicht, die sich um die Erbsubstanz im Inneren schließt. Mit der Vermischung verschiedener Virentypen entstehen neue Erbsubstanzen und damit auch Antigene. © dpa/dpaweb
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Herpes Virus: Herpes simplex-Viren sind weltweit verbreitet. Nach einer Erstinfektion verbleibt das Virus in einem Ruhezustand lebenslang im Organismus.  © dpa
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Rhinovirus Human rhinovirus 16 (HRV16): Schnupfen verbreitet sich weltweit durch Rhinoviren.  © picture alliance / Science Photo
Schweinegrippe Virus 1976: Die klassische Schweinegrippe ist ein Influenza-A-Virus vom Subtyp H1N1, der 1930 erstmals isoliert wurde. Daneben sind auch die drei Subtypen H1N2, H3N2 und H3N1 von Bedeutung.
Schweinegrippe Virus 1976: Die klassische Schweinegrippe ist ein Influenza-A-Virus vom Subtyp H1N1, der 1930 erstmals isoliert wurde. Daneben sind auch die drei Subtypen H1N2, H3N2 und H3N1 von Bedeutung. © dpa
Schweinegrippe Virus unter einem Transmissionselektronenmikroskop: 2009 brach die Schweinegrippe in Mexiko aus. Dabei handelt es sich um ein mutiertes Schweinegrippevirus vom Subtyp H1N1, das anders als gewöhnlich auch von Mensch zu Mensch übertragen werden kann.
Schweinegrippe Virus unter einem Transmissionselektronenmikroskop: 2009 brach die Schweinegrippe in Mexiko aus. Dabei handelt es sich um ein mutiertes Schweinegrippevirus vom Subtyp H1N1, das anders als gewöhnlich auch von Mensch zu Mensch übertragen werden kann. © dpa
Spanische Grippe Virus: Die Spanische Grippe (1918) gilt als die schlimmste Grippe-Pandemie aller Zeiten. Bei der Spanischen Grippe handelt es sich um den Virenstrang H1N1, der besonders junge Menschen dahin raffte. Experten schätzen die Zahl der Opfer auf 40 bis 50 Millionen.
Spanische Grippe Virus: Die Spanische Grippe (1918) gilt als die schlimmste Grippe-Pandemie aller Zeiten. Bei der Spanischen Grippe handelt es sich um den Virenstrang H1N1, der besonders junge Menschen dahin raffte. Experten schätzen die Zahl der Opfer auf 40 bis 50 Millionen. © dpa
Tuberkulosebakterium Mycobacterium tuberculosis: Die auch als Schwindsucht bekannte Krankheit ist, obwohl sie heutzutage als heilbar gilt, eine der gefährlichsten Infektionskrankheiten der Welt.
Tuberkulosebakterium Mycobacterium tuberculosis: Die auch als Schwindsucht bekannte Krankheit ist, obwohl sie heutzutage als heilbar gilt, eine der gefährlichsten Infektionskrankheiten der Welt. © dpa
Vogelgrippe Influenza-A: Schema des Influenza-A-Virus (Computer-Darstellung von Januar 2006). Der aggressive Vogelgrippe-Virus des Subtyps H5N1 gehört zur Gruppe der Influenza-A-Viren, ebenso wie die zahlreichen menschlichen Grippeviren. Das Virus ist kugelrund, sein Durchmesser beträgt nur 0,1 tausendstel Millimeter. In seinem Inneren ist lediglich Platz für ein paar Proteine und die Erbsubstanz.
Vogelgrippe Influenza-A: Schema des Influenza-A-Virus (Computer-Darstellung von Januar 2006). Der aggressive Vogelgrippe-Virus des Subtyps H5N1 gehört zur Gruppe der Influenza-A-Viren, ebenso wie die zahlreichen menschlichen Grippeviren. Das Virus ist kugelrund, sein Durchmesser beträgt nur 0,1 tausendstel Millimeter. In seinem Inneren ist lediglich Platz für ein paar Proteine und die Erbsubstanz. © dpa

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