Epileptischer Anfall: Betroffenen vor Verletzungen schützen

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Bei epileptischen Anfällen entladen sich Nervenzellen unbewusst und ungezielt. Anwesende Personen sollten den Betroffenen dann vor Verletzungen schützen. Foto: dpa-infrografik

Einer von hundert Menschen hat schätzungsweise Epilepsie. Es ist also nicht ganz unwahrscheinlich, Zeuge eines Anfalls zu werden. Was ist dann zu tun?

Köln (dpa/tmn) - Hat jemand einen epileptischen Anfall, ist es am wichtigsten, ruhig zu bleiben und den Betroffenen vor Verletzungen zu schützen. Darauf weist die Patienteninformationsseite des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen hin.

Gerade bei größeren Anfällen, bei denen Betroffene am ganzen Körper verkrampfen, stürzen oder das Bewusstsein verlieren, sollte man vor allem auf den Kopf achten. Man legt etwa eine Jacke unter den Kopf und bringt gefährliche Gegenstände außer Reichweite. Aber: Man sollte dem Anfall weitestgehend seinen Lauf lassen - das heißt, den Betroffenen nicht festhalten oder gar zu Boden drücken. Trägt der Epileptiker am Hals eng anliegende Kleidung, lockert man diese.

Nach einem epileptischen Anfall braucht der Betroffene unter Umständen eine Weile, bis er sich erholt hat. Manche Menschen sind orientierungslos, andere sind müde und wollen sofort schlafen. Man bringt sie am besten in die stabile Seitenlage. Außerdem sollte man bei einem Anfall in der Öffentlichkeit darauf achten, dass keine Schaulustigen stehen bleiben. Generell ist es für mögliche spätere Arztbesuche hilfreich, sich den Ablauf zu merken - das erleichtert unter Umständen die Diagnose.

Die Seite www.patienteninformation.de rät außerdem, zu Beginn auf die Uhr zu schauen: Meist dauert ein Anfall etwa ein, zwei Minuten. Hält er länger als fünf Minuten an, ist das ein Notfall, und man sollte den Krankenwagen rufen. Das gilt auch, wenn der Betroffene mehrere Anfälle hintereinander hat, Probleme beim Atmen bekommt, sich verletzt hat, es der erste Anfall war oder der Betroffene nicht wieder zu sich kommt.

Bericht auf www.gesundheitsinformation.de

Patienteninformation der Universität Hamburg

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