Dörrobstmotten vorbeugen: Müsli und Co. in Behältern lagern

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Müsli mit Trockenobst: Bei richtiger Lagerung hält es sich gut. Foto: Stefan Sauer

Ein Graus am Morgen: Im Müsli leben Raupen der Dörrobstmotte. Jetzt gilt es, dem Befall Herr zu werden: Zuerst kommt das Müsli in einer Plastiktüte verpackt in den Müll. Und wie geht es weiter?

Greven (dpa/tmn) - Dörrobstmotten haben sich in den vergangenen Jahren stark verbreitet. Darauf weist die Saarländische Gartenakademie hin. Die Raupen leben unter anderem in Müsli, Nüssen, Mehl - und eben in Trockenobst, daher der Name. Die wichtigsten Fragen im Überblick.

Wie sehen die Motten aus?

Die Motten sind etwa 6 bis 9 Millimeter lang. Sie sind rotbraun bis bronzefarben und haben in der Mitte eine silberne Unterbrechung, beschreibt der Deutsche Schädlingsbekämpfer Verband (DSV). Die Larven werden 14 bis 17 Millimeter lang und können weißlich, grünlich oder rötlich gefärbt sein.

Wie kommt es zum Befall?

Häufig schleppt man die Tiere über Lebensmittel und Tierfutter ein, erklärt der DSV. Darin können sich bereits Larven befinden. Der Befall nehme laut Saarländischer Gartenakademie derzeit zu, da immer mehr Produkte in Kartons verpackt in den Handel kommen - so können sich die Tiere stark vermehren, bevor sie auffallen. Im Sommer können die Motten außerdem zufliegen.

Wie macht sich der Befall bemerkbar?

Wer eine betroffene Lebensmittelpackung öffnet, bemerkt Spinnfäden und viele kleine Kotkrümel, erläutert die Gartenakademie. Verunreinigte Lebensmittel sind nicht mehr genießbar, sie müssen in den Müll - am besten in einer Plastiktüte verpackt.

Wie lässt sich gegen den Befall vorgehen?

Es gibt spezielle Insektenstrips, -sprays und Schlupfwespen. Mit Klebefallen werden nur die männlichen Motten eingefangen, deshalb eigne sich dieses Mittel laut DSV nicht zur Bekämpfung. Die Gartenakademie sieht darin aber auch eine Möglichkeit, weil die Männchen so auch keine Weibchen mehr befruchten können. Wichtig ist außerdem, Schränke zu entleeren und zu säubern, auch die Ritzen: Denn hier verpuppen sich die Tiere, erklärt die Saarländische Gartenakademie. Gefährdete Lebensmittel lagern trocken und kühl in dichten Behältern.

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