Chancen auf ein zweites Leben

DKMS geht in die Blutkrebs-Forschung

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Im Jahr 2012 haben rund 6000 Deutsche Knochenmark gespendet

Köln/Dresden - Das Ziel ist schnellere und bessere Hilfe für Blutkrebspatienten: Die Deutsche Knochenmarkspenderdatei (DKMS) ist der weltweit größte Pool potenzieller Stammzellspender und fördert künftig auch die Forschung.

Die dafür gegründete Clinical Trial Unit (CTU) in Dresden soll den Erkenntnisgewinn zu Stammzelltransplantation und -spende beschleunigen. „Schwerpunkt ist die Suche nach passenden Therapien für Menschen mit schweren Erkrankungen des blutbildenden Systems - über Blutkrebs hinaus“, teilte die DKMS am Montag in Köln mit.

„Wir sind fest überzeugt, dass wir so wesentlich bessere Behandlungsmethoden für die Patienten entwicklen und damit die Chancen auf ein zweites Leben nachhaltig erhöhen können“, sagte DKMS-Mitbegründer und CTU-Initiator Professor Gerhard Ehninger vom Dresdner Universitätsklinikum. Die DKMS-Forschungseinheit kooperiert dazu mit Institutionen im In- und Ausland. Erste Projekte gebe es bereits. So wird eine Plattform für klinische Studien zu Blutkrebserkrankungen ausgebaut und international nutzbar gemacht.

„Es geht darum, die Blutkrebserkrankungen auszurotten, deshalb wollen wir mehr als Blutstammzellen von freiwilligen Spendern gewinnen“, begründete Ehninger den Schritt. Die DKMS unterstütze daher die Forschung und entwickele alternative Therapien mit. Mit Geld der Gesellschaft fanden den Angaben zufolge in der Vergangenheit schon Kollegen in Wien und Frankfurt am Main heraus, dass es Patienten nach einer Transplantation mit Blutstammzellen aus der Familie nicht besser ging als mit einer Spende nichtverwandter Spender. „Das bedeutet, dass 80 Prozent der Patienten einen Spender bekommen können, es muss nicht immer die Familie sein.“

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2013 stehen drei Millionen Euro für Forschungsprojekte bereit, ab 2014 sollen es jährlich sieben Millionen Euro sein. Das Geld kommt aus Spenden sowie Erlösen der Transplantatherstellung. „Die CTU soll allen deutschen und europäischen Zentren helfen, Studien zu machen“, sagte Ehninger.

dpa

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