Diese weichen Drogen sollten Sie nicht unterschätzen

Weiche Drogen werden oft verharmlost - dabei führen auch oft sie zur Sucht.
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Auch Genussmittel wie Kaffee oder Zucker können abhängig machen. Die weichen Drogen sollten Sie nicht unterschätzen.

Drogen sind Rausch erzeugende Substanzen, die beeinflussen können, wie Sie sich selbst und Ihre Umwelt wahrnehmen. Einige sind legal und werden weltweit als Genussmittel konsumiert. Sie gehören zu den sogenannten „weichen Drogen“. Trotzdem sind sie oft alles andere als harmlos. Diese fünf Substanzen sollten Sie nicht unterschätzen.

Cannabis – weiche Droge mit Tradition

Bereits seit Jahrtausenden nutzt der Mensch die heilende und therapeutische Wirkung von Cannabis. In der Literatur finden sich dazu zahlreiche Nachweise und auch Hasch-, Marihuana- und Hanf-Museen haben sich der Geschichte der Pflanze und ihren Eigenschaften gewidmet. Noch heute greifen viele Menschen zu den getrockneten Blüten – sei es aus medizinischen Gründen oder um sich zu entspannen. Letzteres ist hierzulande allerdings illegal, wenngleich es eine vermeintliche „Toleranz-Regelung“ für eine geringe Menge gibt. Von Recht und Gesetz einmal abgesehen, sollten Sie ebenso die Wirkung von Cannabis nicht auf die leichte Schulter nehmen.

Auch wenn in der Geschichte viele Menschen von der Wirkung der Hanfpflanze profitiert haben, kann sie abhängig machen und sogar Psychosen hervorrufen. Derzeit lassen sich etwa 300.000 Menschen in Deutschland wegen ihrer Cannabissucht behandeln. Werden Sie süchtig nach Cannabis oder entwickeln Sie durch den Konsum psychische Krankheiten, sind dafür zum Beispiel genetische Faktoren wie bestimmte Vorerkrankungen in der Familie verantwortlich. Manchen Studien zeigen, dass Cannabis – ähnlich wie Tabakrauchen – unter anderem Lungenkrebs verursachen kann. Diese Studien sind allerdings umstritten. Problematisch wird das Rauchen von Cannabis aber tatsächlich, wenn es verunreinigt, zum Beispiel mit Blei gestreckt, ist. Erhitzt sich dieses Metall und verdampft, schadet das Ihrem Körper. Die meisten Menschen rauchen Cannabis aber ganz unbesorgt. Besonders Menschen mit chronischen Schmerzen, Angststörungen oder auch posttraumatischem Stress profitieren davon.

Kaffee – Suchtmittel oder purer Genuss?

Rauchen und zu viel Alkohol trinken, ist ungesund und macht abhängig – das ist klar! Aber Kaffee? Er duftet, wärmt und macht wach. Nichtsdestotrotz schadet Ihnen zu viel Koffein. Denn Koffein regt Ihre Nebenniere an, das „Flucht- und Wettkampfhormon“ Adrenalin zu produzieren. Während Sie sich also eigentlich nur am Schreibtisch wachhalten wollten, fühlen Sie sich nach einer Koffein-Überdosis gestresst, sie zittern und konzentrieren sich nur schwer.

Flacht der Adrenalin-Kick wieder ab, werden Sie müde, fühlen sich noch mehr erschöpft als vorher und riskieren sogar Kopfschmerzen. Oft die Folge: Sie greifen zur nächsten Tasse und das Spiel geht von vorne los.

Ihr Körper gewöhnt sich an diese Zufuhr. Schnell kommen Sie an einen Punkt, an dem es ohne Kaffee nicht mehr geht. Wie bei anderen weichen Drogen auch heißt es dann: Entweder Sie nehmen Entzugserscheinungen in Kauf oder sorgen schleunigst für Nachschub.

Zucker – die süße Verführung

Schokolade, Kuchen, gebrannte Mandeln – Zucker versüßt das Leben und macht glücklich. Doch Ihr Körper ist weniger glücklich über zu viel Zucker. Die möglichen Folgen: Sie zerstören Ihre Darmflora, schwächen Ihr Immunsystem, leiden an Schlafstörungen und Akne. Langfristig steigt das Diabetes-Risiko. Doch warum tut Zucker der Seele dann so gut? Die Antwort: Zucker erhöht den Dopamin- und Serotoninspiegel – Sie fühlen sich energiegeladen und glücklich.

Der Belohnungsstoff Dopamin signalisiert Ihrem Körper außerdem: „Das hast Du gut gemacht, iss das doch mal wieder.“ Diese Gedanken lösen auch Suchtstoffe wie Alkohol oder Nikotin aus. Aus diesem Grund gehen viele Forscher davon aus, dass Zucker genau wie Cannabis, Kaffee oder Zigaretten süchtig machen kann – und zählen ihn deshalb zu den weichen Drogen.

Lösen Sie sich deshalb von der Lust auf übersüßte Speisen und Getränke und greifen Sie zu reifen, süßen Früchten wie Erdbeeren. Der Mensch ist ein Gewohnheitstier – und wie an weiche Drogen, gewöhnen Sie sich auch an eine gesunde Ernährung. Probieren Sie es aus!

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