Mehr Müßiggang

Diese schlimmen Folgen hat es, wenn wir zu selten faul sind - sagt Psychologe

+
Die Seele baumeln lassen und ein Buch lesen: Warum das immer mehr Menschen so schwerfällt.

Entspannen fällt immer mehr Menschen schwer. Dabei wäre das so wichtig - für Körper und Geist. Mit diesem Trick können wir das Hamsterrad stoppen und loslassen.

Eigentlich hätten wir jetzt Zeit: Die Weihnachtsfeiertage sind vorbei und die glücklichen unter uns haben Urlaub. Doch einfach mal die Füße hochlegen fällt vielen schwer. Stattdessen sind viele Sklaven ihrer ellenlangen To-Do-Listen, nutzen jede freie Minute für Fotos sortieren, Abspülen, Hinz und Kunz anrufen. Dass wir Probleme mit dem Nichtstun haben, kommt nicht von Ungefähr, wie Physiker Ulrich Schnabel erklärt. Und er hat ein paar gute Lösungsvorschläge gegen den Dauerstress.

Sozialer Verabredungsstress und Selbstoptimierungsdruck

Physiker und Buchautor Schnabel hat eine einfache Erklärung für unsere Unfähigkeit zum Müßiggang: So hätten wir damit so große Probleme, "weil wir das nicht mehr kennen". Selbst in der Freizeit hätten wir ein durchgetaktetes Spaßprogramm, sozialen Verabredungsstress und Selbstoptimierungsdruck, wie Schnabel der Bild im Interview sagte: "Es muss immer was los sein, wir haben verlernt, es auszuhalten, dass nichts passiert."

Die digitalen Medien verstärken unsere Ruhelosigkeit nur noch - ständig werden wir mit Informationen überhäuft. "Wir erhalten ständig kleine Kicks - durch eine Mail, eine Twitter-Botschaft, Likes auf Facebook. Das sind kleine Belohnungen fürs Gehirn", so Schnabel - und macht süchtig.

Bin ich depressiv? Deuten Sie dieses gefährliche Alarmsignal richtig.

Neuropsychologe rät Gestressten zur Meditation

Das hat Auswirkungen auf unser Verhalten und auch auf unsere Gesundheit. Die ständige mentale Beschäftigung kann Konzentrationsschwierigkeiten, Schlaflosigkeit und sogar Angstzustände nach sich ziehen. Die negativen Konsequenzen laut Schnabel: Burn-Outs und psychische Erkrankungen - ein weiterer Grund, öfter mal abzuschalten.

Video: Rasenmähen Für Faulpelze

Professor Lutz Jäncke, Neuropsychologe von der Universität Zürich, rät Gestressten zur Meditation: "Wenn man das öfter macht und beherrscht, verändert man auch sein Gehirn." Einsteigern empfiehlt er Achtsamkeits- und Mediations-Apps wie Headspace oder aber den Rückzug in reizarme Umgebung.

Machen Sie den Stresstest: 18 Fragen machen klar, wie gestresst Sie wirklich sind.

Weiterlesen: In Stunden - diese Menge Freizeit ist perfekt und macht zufrieden.

jg

Warum uns die Natur so gut tut

Annette Bernjus leitet Achtsamkeitsübungen an, wenn sie mit den Teilnehmern ihrer Kurse so wie hier im Wald unterwegs ist. Foto: Manfred Bernjus/embe-Foto
Annette Bernjus leitet Achtsamkeitsübungen an, wenn sie mit den Teilnehmern ihrer Kurse so wie hier im Wald unterwegs ist. Foto: Manfred Bernjus/embe-Foto © Manfred Bernjus
Zum Themendienst-Bericht von Bernadette Winter vom 22. August 2018: Prof. Dr. med. Andreas Michalsen ist Chefarzt der Abteilung Naturheilkunde im Immanuel Krankenhaus Berlin. Foto: Anja Lehmann/Immanuel Krankenhaus Berlin
Zum Themendienst-Bericht von Bernadette Winter vom 22. August 2018: Prof. Dr. med. Andreas Michalsen ist Chefarzt der Abteilung Naturheilkunde im Immanuel Krankenhaus Berlin. Foto: Anja Lehmann/Immanuel Krankenhaus Berlin © Anja Lehmann
Wer im Wald "badet", soll nicht nur die Geräusche des Waldes bewusst aufnehmen, sondern die Umgebung auch mit den anderen Sinnen erleben. Foto:Manfred Bernjus/embe-Foto
Wer im Wald "badet", soll nicht nur die Geräusche des Waldes bewusst aufnehmen, sondern die Umgebung auch mit den anderen Sinnen erleben. Foto:Manfred Bernjus/embe-Foto © Manfred Bernjus
Achtsamkeitsübung im Wald. Annette Bernjus rät, dort ganz bewusst zu pausieren. Foto: Manfred Bernjus/embe-Foto
Achtsamkeitsübung im Wald. Annette Bernjus rät, dort ganz bewusst zu pausieren. Foto: Manfred Bernjus/embe-Foto © Manfred Bernjus
Einfach mal einen Baum umarmen: Annette Bernjus leitet die Teilnehmer ihrer Seminare an, die Natur wieder bewusster wahrzunehmen. Foto: Manfred Bernjus/embe-Foto
Einfach mal einen Baum umarmen: Annette Bernjus leitet die Teilnehmer ihrer Seminare an, die Natur wieder bewusster wahrzunehmen. Foto: Manfred Bernjus/embe-Foto © Manfred Bernjus
Dirk Teegelbekkers ist Geschäftsführer von PEFC Deutschland. Foto: Franziska Gabbert
Dirk Teegelbekkers ist Geschäftsführer von PEFC Deutschland. Foto: Franziska Gabbert © Franziska Gabbert

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Laver-Cup: Zverev erneut Matchwinner für Europas Tennis-Team

Laver-Cup: Zverev erneut Matchwinner für Europas Tennis-Team

Erntefest in Eitzen

Erntefest in Eitzen

Herbstmarkt in Hoya

Herbstmarkt in Hoya

„Jugend jazzt“ auf dem Verdener Rathausplatz

„Jugend jazzt“ auf dem Verdener Rathausplatz

Meistgelesene Artikel

Mädchen (4) hat Kopfweh - Tage später liegt es im Koma: Dieser tragische Grund steckt dahinter

Mädchen (4) hat Kopfweh - Tage später liegt es im Koma: Dieser tragische Grund steckt dahinter

Schlafstörung kündigt Demenz an: Forscher finden überraschenden Zusammenhang

Schlafstörung kündigt Demenz an: Forscher finden überraschenden Zusammenhang

"Erdbeer-Beine" nach der Rasur: Hautärztin verrät, was gegen die Punkte an den Beinen wirklich hilft

"Erdbeer-Beine" nach der Rasur: Hautärztin verrät, was gegen die Punkte an den Beinen wirklich hilft

Influencerin (29) kurz vor Wechseljahren - weil sie sich falsch ernährt

Influencerin (29) kurz vor Wechseljahren - weil sie sich falsch ernährt

Kommentare