Deutsche Behörde sieht keine Fehler bei Silikon-Skandal

Berlin - Beim Skandal um mangelhafte Brustimplantate aus Frankreich hat das deutsche Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte den Vorwurf zurückgewiesen, die Tragweite des Falls verschlafen zu haben.

Der Rat, alle Implantate der Firma PIP zu entfernen, schien bis vor Kurzem noch nicht zwingend erforderlich, sagte Präsident Walter Schwerdtfeger am Mittwoch im ZDF-“Morgenmagazin“. Mittlerweile seien 25 deutsche Frauen bekannt, denen mindestens ein Implantat in der Brust gerissen sei.

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Erst in den vergangenen Tagen hätten Ärzte mitgeteilt, dass das Innenmaterial (Silikon) der Implantate in einem “unerwartet großen Ausmaß“ aus den Hüllen aussickere, auch wenn diese scheinbar noch intakt seien, sagte Schwerdtfeger. Diese Masse sei dann in das Brustgewebe eingedrungen. Merke die Frau dies nicht, könne sie sich weiter ausbreiten. Jedoch stelle Schwerdtfeger klar, dass eine erhöhte Krebsrate bei Trägerinnen der PIP-Implantate nicht belegt sei.

Deutsche Ärzte meldeten erst ab 2. Januar konkrete Probleme

Behördensprecher Maik Pommer erläuterte, deutsche Ärzte hätten erst ab dem 2. Januar konkrete Probleme mit Implantaten der französischen Firma PIP mitgeteilt. Als sich die Hinweise mehrten, habe die Behörde am 6. Januar geraten, die Implantate entfernen zu lassen.

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Alle Frauen könnten nach einer Brust-OP selbst überprüfen, welche Implantate in ihrem Körper seien, riet das Bundesinstitut. Dazu erhalte jede Patientin einen Implantatpass, in dem auch der Hersteller des Silikonkissens genannt sei. Ärzte oder Kliniken müssten diese Information bis 20 Jahre nach einer Operation aufbewahren

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