Erhöhtes Infektionsrisiko? 

Schneller Corona-Patient, wer mit Kindern zusammenlebt? Studie kommt zu eindeutigem Ergebnis

Erhöht der Kontakt mit Kindern das Covid-19-Risiko? Eine neue Studie hat sich mit der Frage befasst.
+
Erhöht der Kontakt mit Kindern das Covid-19-Risiko? Eine neue Studie hat sich mit der Frage befasst.

Um der Frage nachzugehen, wie der Kontakt mit Kindern sich auf das Corona-Infektionsrisiko auswirkt, haben Forscher die Daten von zwölf Millionen Briten analysiert.

  • Reisen, Superspreader, private Haushalte: Diese drei Faktoren gelten als die Haupttreiber der Corona-Pandemie*.
  • Doch welche Rolle spielen Kinder? Stecken sich Menschen in Haushalten mit Kindern vielleicht häufiger an als Menschen, die nur mit Erwachsenen zusammenleben?
  • Diesen Fragen ist ein britisches Forscherteam in einer groß angelegten Studie nachgegangen – mit beruhigenden Ergebnissen.

Immer wieder kursieren Gerüchte, dass Kinder Covid-19 in Familien hineintragen könnten – obwohl sie keine oder nur sehr leichte Symptome zeigen. Dass dem nicht so ist, konnten nun britische Forscher der London School of Hygiene and Tropical Medicine und der Universität von Oxford in einer Studie nachweisen. Die Auswertung von etwa zwölf Millionen Gesundheits-, Krankenhaus- und Sterbedaten von rund zwölf Millionen Briten ergab: Je nach Alter der Kinder ist das Zusammenleben nicht mit einem erhöhten Corona-Ansteckungsrisiko verbunden.

In einer Vorab-Veröffentlichung, die noch fachwissenschaftlich geprüft werden muss, erklären die Forscher: „Unter 9.157.814 Erwachsenen unter 65 Jahren war das Zusammenleben mit Kindern im Alter von bis zu elf Jahren nicht mit einem erhöhten Risiko für eine Sars-CoV-2-Infektion oder eine Covid-19-bedingte Krankenhaus- oder Intensivstation-Aufnahme assoziiert, jedoch mit einem reduzierten Risiko für einen Corona-bedingten Tod.“ Bei den Menschen, die mit Kindern im Alter zwischen zwölf und 18 Jahren zusammenlebten, war das Risiko, sich mit Covid-19 anzustecken, den Forschern zufolge nur sehr geringfügig erhöht (zu 1,08 Prozent). Das Risiko eines schweren Krankheitsverlaufs oder das Risiko, an Covid-19 zu versterben, war aber auch in dieser Gruppe nicht höher als bei kinderlosen Paaren. Keinen Zusammenhang zwischen dem Zusammenleben mit Kindern und dem Corona-Ansteckungsrisiko fanden die Forscher bei den 2.567.671 Erwachsenen, die älter als 65 Jahre waren.

Corona-Ansteckung durch Kinder? „Wir beobachteten keine Veränderungen des Risikos nach der Schließung von Schulen“

Auch der Aspekt der Schulpflicht wurde in der Studie berücksichtigt. So erstreckte sich der Untersuchungszeitraum von Februar bis August 2020 – in dieser Zeit waren die Schulen in England anfangs noch geöffnet. Ab dem 20. März durften dann nur noch jene Schüler hingehen, die Anspruch auf eine Notbetreuung hatten, und später wurden die Bildungseinrichtungen für die Sommerferien schließlich ganz geschlossen, wie das Portal Spektrum.de informiert. „Wir beobachteten keine Veränderungen des Risikos nach der Schließung von Schulen“, schreiben die britischen Forscher in ihrer auf dem Portal medrxiv veröffentlichten Studie. Insgesamt wäre das Zusammenleben mit Kindern der Gesundheit eher zuträglich, so fügen die Wissenschaftler hinzu: „Das Zusammenleben mit Kindern jeden Alters war auch mit einem geringeren Risiko verbunden, an Nicht-Covid-19-Ursachen zu sterben“. (jg) *Merkur.de gehört zum deutschlandweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerk.

Weiterlesen: Ellbogen- oder Fußcheck in Corona-Zeiten? Von folgender Begrüßung raten Experten dringlich ab.

Morgenübungen für zu Hause

Katzenbuckel
Der Katzenbuckel mobilisiert die Lendenwirbel - bei der Übung wechselt man zwischen dieser Position und dem Hohlkreuz hin und her. Das beugt Verspannungen vor. Foto: Christin Klose/dpa-tmn © Christin Klose
Wirbelsäule lockern
Kleine Übung mit großer Wirkung: Indem man den Kopf langsam auf und ab und nach rechts und links bewegt, wird die obere Wirbelsäule gelockert. Foto: Christin Klose/dpa-tmn © Christin Klose
Schulterkreisen
Wer viel am Computer arbeitet, dem tut das Schulterkreisen besonders gut. Denn es ist eine Umkehrbewegung zum Sitzen am Schreibtisch. Foto: Christin Klose/dpa-tmn © Christin Klose
Vierfüßler-Stand
Kräftigend und zugleich koordinativ anspruchsvoll ist das diagonale Anheben von Arm und Bein im Vierfüßler-Stand. Foto: Christin Klose/dpa-tmn © Christin Klose
Stephan Geisler
Stephan Geisler ist Sportwissenschaftler und Professor für Fitness und Gesundheit an der IST-Hochschule in Düsseldorf. Foto: IST-Hochschule für Management Düsseldorf/dpa-tmn © ---
Nikolai Pourraki
Nikolai Pourraki ist Personal Trainer und betreibt in Ansbach ein eigenes Studio. Foto: Samantha Loveless/SL PhotoDesign/dpa-tmn © Samantha Loveless

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Mehr zum Thema:

Super Bowl: NFL-Star Brady will Geschichte schreiben

Super Bowl: NFL-Star Brady will Geschichte schreiben

Neuer Mode-Stil für das Weiße Haus

Neuer Mode-Stil für das Weiße Haus

Wie werde ich Verfahrensmechaniker/in?

Wie werde ich Verfahrensmechaniker/in?

Russland protestiert: «Putin, hau ab!»

Russland protestiert: «Putin, hau ab!»

Meistgelesene Artikel

Folgende Diabetes-Symptome ernst nehmen – und bei einem diabetischen Koma gezielt handeln

Folgende Diabetes-Symptome ernst nehmen – und bei einem diabetischen Koma gezielt handeln

Folgende Diabetes-Symptome ernst nehmen – und bei einem diabetischen Koma gezielt handeln
Stiftung Warentest warnt vor Kokosöl dieses Discounters

Stiftung Warentest warnt vor Kokosöl dieses Discounters

Stiftung Warentest warnt vor Kokosöl dieses Discounters
Was hilft beim Messie-Syndrom

Was hilft beim Messie-Syndrom

Was hilft beim Messie-Syndrom

Kommentare