Covid-Bekämpfung

Neue Hoffnung gegen Corona: Medikamenten-Cocktail reduziert schwere Verläufe um 70 Prozent

Ärzte und Intensivpfleger kümmern sich um die schwerkranken Covid-Patienten auf der Covid-Intensivstation der Dresdner Uniklinik.
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Ein Medikamenten-Cocktail könnte schwere Covid-19-Verläufe verhindern.

Ein Medikamenten-Mix zeigt sich laut einer Studie wirksam gegen Covid-19. Krankenhausaufenthalte und Todesfälle konnten um 70 Prozent reduziert werden.

Im August letzten Jahres haben sich der Schweizer Pharmakonzern Roche und das Biotechnologie-Unternehmen Regeneron zusammengetan, um eine neuartige Antikörper-Kombination aus Casirivimab und Imdevimab zu entwickeln. Die Bemühungen haben bereits Früchte getragen: In den USA hat die Arzneimittelbehörde FDA dem Medikament* schon im letzten Jahr eine Notfallzulassung erteilt. Laut einer Mitteilung des Unternehmens Roche hat im Februar 2021 die rollierende Bewertung klinischer Daten der Antikörperkombination durch den Ständigen Ausschuss für Humanarzneimittel (CHMP) der europäischen Arzneimittelbehörde (EMA) begonnen.

Corona-Bekämpfung: Medikamenten-Cocktail aus Antikörpern zeigt vielversprechende Ergebnisse

Mehrere Schweizer Medien berichten nun, dass die Studie der Phase III (REGN-COV 2067) – in der Wirksamkeit und Sicherheit eines Arzneimittels überprüft werden – dem Medikamenten-Mix gute Ergebnisse bescheinige. Durch den Antikörper-Cocktail aus Casirivimab und Imdevimab konnte demnach das Risiko eines Krankenhausaufenthaltes oder eines Todesfalls bei einer Coronavirus-Infektion um 70 Prozent reduziert werden. Zusätzlich habe die von Regeneron entwickelte Therapie die Dauer der Symptome um vier Tage verkürzt. Das neue Medikament habe den infizierten, aber nicht hospitalisierten Patienten zudem alle zweitrangigen Ziele erreicht, darunter zum Beispiel die Eigenschaft, die Symptomdauer von 14 auf zehn Tage zu verkürzen. Heißt: Die Behandlung mit den Antikörpern kann bei Patienten mit einer leichten oder moderaten Covid-19-Erkrankung schwere Verläufe verhindern.

Wie die Pharmazeutische Zeitung berichtet, hat die EMA die Anwendung von Casirivimab und Imdevimab bereits empfohlen, auch wenn die offizielle Zulassung noch aussteht. Das gilt für Patienten ab zwölf Jahren, die leicht oder moderat an Covid-19 erkrankt und nicht auf eine Sauerstoffzufuhr angewiesen sind, jedoch ein Risiko für einen schweren Verlauf besteht.

Bei einer begleitenden Phase-II-Studie habe der Antikörper-Cocktail bei bestimmten Dosierungen sogar die Viruslast bei symptomatischen oder asymptomatischen, nicht-hospitalisiserten Patienten mit niedrigem Risiko deutlich verringert.

Auch interessant: Britische Corona-Mutation B.1.1.7: Neue Studie zeigt deutliche Unterschiede bei Covid-Symptomen.

Weitere Studien des Medikamenten-Mixes bezüglich Covid-19

Neben den Studien an nicht-hospitalisierten Patienten laufen zudem eine klinische Studie der Phase II/III zur Behandlung von Covid-19 an Patienten mit Krankenhausaufenthalt und eine Studie der Phase III zur Prävention von Covid-19 bei Kontakten zu infizierten Personen im Haushalt. (fk) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Lesen Sie hier: Corona-Impfung: So lange sollten Sie davor und danach auf Alkohol verzichten.

Diese Viren und Bakterien machen uns krank

Eine mit Coronaviren befallene Zelle
Ende 2019 wurde zum ersten Mal über das Coronavirus Sars-CoV-2 berichtet. Zuerst nur in China diagnostiziert, breitete sich die durch Coronaviren ausgelöste Krankheit Covid-19 weltweit aus. Die Pandemie hat im Jahr 2020 weltweit etwa 1.900.000 Todesopfer gefordert. Auf der Darstellung oben ist eine menschliche Zelle (grün) zu sehen, die mit Coronaviren (gelb) infiziert ist.  © Niaid/dpa
HIV-Virus: Das Virus löst die Immunschwäche Aids aus. Rund 20 Jahre nach seiner Entdeckung ist Aids die verheerendste Infektionskrankheit, die die Menschheit seit der Pest im 14. Jahrhundert herausgefordert hat.
HIV-Virus: Das Virus löst die Immunschwäche Aids aus. Rund 20 Jahre nach seiner Entdeckung ist Aids die verheerendste Infektionskrankheit, die die Menschheit seit der Pest im 14. Jahrhundert herausgefordert hat. © dpa/dpaweb-mm
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Pest Erreger Yersinia pestis: Die Infektionserkrankung wird erstmals im 6. Jahrhundert im Mittelmeerraum nachgewiesen. 1894 wird das Bakterium entdeckt. Heutzutage sind bei früher Diagnose die Heilungschancen durch Antibiotika hoch. © dpa
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Schweinegrippe Virus 1976: Die klassische Schweinegrippe ist ein Influenza-A-Virus vom Subtyp H1N1, der 1930 erstmals isoliert wurde. Daneben sind auch die drei Subtypen H1N2, H3N2 und H3N1 von Bedeutung. © dpa
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Schweinegrippe Virus unter einem Transmissionselektronenmikroskop: 2009 brach die Schweinegrippe in Mexiko aus. Dabei handelt es sich um ein mutiertes Schweinegrippevirus vom Subtyp H1N1, das anders als gewöhnlich auch von Mensch zu Mensch übertragen werden kann. © dpa
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Spanische Grippe Virus: Die Spanische Grippe (1918) gilt als die schlimmste Grippe-Pandemie aller Zeiten. Bei der Spanischen Grippe handelt es sich um den Virenstrang H1N1, der besonders junge Menschen dahin raffte. Experten schätzen die Zahl der Opfer auf 40 bis 50 Millionen. © dpa
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Vogelgrippe Influenza-A: Schema des Influenza-A-Virus (Computer-Darstellung von Januar 2006). Der aggressive Vogelgrippe-Virus des Subtyps H5N1 gehört zur Gruppe der Influenza-A-Viren, ebenso wie die zahlreichen menschlichen Grippeviren. Das Virus ist kugelrund, sein Durchmesser beträgt nur 0,1 tausendstel Millimeter. In seinem Inneren ist lediglich Platz für ein paar Proteine und die Erbsubstanz. © dpa

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